AHF-Information Nr. 46 vom 20.8.2001

Das 5. Münchner Bohemistentreffen

Veranstaltung des Collegium Carolinum am 2. März 2001 in München

Am 2. März 2001 fand das nunmehr 5. Münchner Bohemisten-Treffen statt. Der Einladung des Collegium Carolinum folgten etwa 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Tschechischen Republik – unter ihnen viele Historiker, aber auch Studierende und Wissenschaftler aus anderen Fachgebieten. Die Auswahl der Themen war breit gefächert: Fast ein ganzer Vormittag wurde dem Problemfeld von Migration und Identität gewidmet. Am Nachmittag beschäftigte man sich mit je einem lite­raturhistorischen und einem soziologischen Thema sowie mit zwei Vorträgen zur Diskursgeschichte.

Nach der Begrüßung durch Professor Ferdinand Seibt führte Stephanie Weiss in die erste Fragestellung des Tages ein. Sie sprach die Ursachen von Bevölkerungsbewegungen größeren Ausmaßes an und verwies auf die Probleme, die dadurch für Einwanderer wie Einwanderungsländer entstehen. Isabel Jochims (Köln) stellte dann ihr Dissertationsprojekt „Kulturelle Räume und Identitäten: Russische Emigranten in der ersten Tschechoslowakischen Republik“ vor. Jochims beschäftigt sich vor allem mit folgenden drei in der For­schung bisher zu wenig berücksichtigten Problemfeldern: Erstens mit der Anpassung der von ihr untersuch­ten Immigranten an die materiellen Standards der Aufnahmegesellschaft. Zweitens damit, ob bei den Zuwanderern eine emotionale Anbindung an das Gastland Tschechoslowakei über das unbedingt notwendige Maß hinaus stattfand. Drittens geht sie den Faktoren nach, die bei der Entscheidung zur Emigration und für ein bestimmtes Emigrationsziel eine Rolle spielten. In diesem Zusammenhang fragt sie nach der Bedeutung des Ansiedlungsmusters,, danach, ob die Migranten allein, in Familien oder größeren Gruppen kamen, dem Grad des materiellen Handlungsspielraums und dem Informationsstand des Gastlandes über die Zuwanderer. Jochims betont in ihrem Konzept vor allem individualpsychologische Aspekte. Sie trennt den Identitäts- vom Integrationsbegriff und versucht die persönlichen Bezugspunkte von Emigranten zum Gastland aufzuweisen.

Auch der zweite Vortrag des Vormittags mit dem Titel „Die Sudetendeutschen und Deutschland 1938-1990: Wandlungen der Gruppenidentität“ beschäftigte sich mit Integration und Identität. Ségolène Plyer (Berlin/ Paris) untersucht die unterschiedliche Entwicklung der Gruppenidentitäten bei den aus der Stadt Braunau (Broumov) vertriebenen Sudetendeutschen, von denen ein Teil in die Westzonen, ein Teil in die sowjetische Besatzungszone gelangte. Die Gruppenidentität der Sudetendeutschen, so Plyer, war bereits vor 1945 stark ausgeprägt. Dennoch ging der Teil der Gruppe, der in der SBZ/ DDR Aufnahme fand, völlig in der dortigen Gesellschaft auf. Plyer skizzierte die unterschiedlichen Strategien den Vertriebenen gegenüber in West- und Ostdeutschland, denen verschiedene politische Intentionen zu Grunde lagen, und die Wirkung dieser Politik auf die Bildung neuer kollektiver Identitäten. In diesem Zusammenhang fragt sie in ihrer Arbeit einerseits nach den Trägern der Gruppenidentität, andererseits untersucht sie, was eine Opposition bzw. Radikalisie­rung der vertriebenen Sudetendeutschen – wie sie sich z.B. in Frankreich unter den Repatriierten vollzog – in beiden deutschen Staaten letztlich verhinderte. In der Diskussion wurden vor allem Fragen nach der Identi­tätsbildung bei den Sudetendeutschen vor der Vertreibung gestellt.

Im zweiten Teil des Vormittags leitete Christiane Brenner durch die Kurzvorstellung der 29 eingereichten Exposés (vgl. Anhang). Insgesamt fiel in diesem Jahr die starke Hinwendung zur tschechoslowakischen Geschichte der frühen Nachkriegszeit – zum Themenkomplex Vertreibung, „Wiederbesiedlung“ des Grenz­landes und kommunistische Diktaturdurchsetzung auf.

Anschließend wurden drei aktuelle Neuerscheinungen präsentiert. Roland J. Hoffmann vom Sudeten­deutschen Archiv München stellte die kommentierte Quellensammlung „Dokumentation: Odsun. Die Vertreibung der Sudentendeutschen/ Vyhnání sudetských Němců“ vor, deren ersten Teil das Archiv unlängst abgeschlossen hat. K. Erik Franzen (Collegium Carolinum) sagte einige Worte zur Entstehungsgeschichte, Konzeption und zum Inhalt seines, im Zusammenhang mit der gleichnamigen Fernsehdokumentation entstandenen Buches „Die Vertriebenen. Hitlers letzte Opfer“. Das Buch ist mit einem Vorwort von Hans Lemberg versehen. Schließlich wies Torsten Fuchs vom Sudetendeutschen Musikarchiv (Regensburg) auf Neuerscheinungen seines Instituts hin.

Nach der Mittagspause übernahm der Initiator und Organisator der Bohemistentreffen, Robert Luft, die Moderation. Er wies darauf hin, daß der Paradigmenwechsel, den das Fach erlebt, sich auch in den Bohe­mistentreffen ausdrückt: Der Schwerpunkt des Interesses junger Wissenschaftler habe sich vom 19. auf das 20. Jahrhundert verschoben. Auch sei in den Forschungsvorhaben das deutsch-tschechische Verhältnis längst nicht mehr dominierend. Luft konstatierte eine deutliche Tendenz zu Analysen der deutschen Geschichte und Kultur in den böhmischen Ländern – ganz ohne Legitimationsabsicht oder „Deutschtümelei“. Damit leitete er zum ersten Vortrag des Nachmittags über, in dem Peter Becher (München) sein Habilitationsprojekt zur „deutschsprachigen Literatur im Protektorat Böhmen und Mähren und im Reichsgau Sudetenland“ vorstellte. Becher betonte, daß die Forschungslage zur Geschichte des „Reichsgaues Sudetenland“ nach wie vor defizi­tär sei – obwohl die Geschichte des (reichs-)deutschen Nationalsozialismus viel Aufmerksamkeit erfahren habe und immer noch erfahre. Die Forschungslücken zeigten sich auch im Bereich der sudetendeutschen Literatur aus den NS-Jahren: Während man in der deutschen Forschung allgemein davon ausgehe, daß nach 1938 in Böhmen keine qualitativ hochstehende Literatur existiert habe, habe es zwar in Vertriebenenkreisen eine Beschäftigung mit sudetendeutscher Literatur gegeben, doch habe sich diese zumeist auf die Werke beschränkt, die bis 1939 und dann erst wieder ab 1945 entstanden seien. Zudem sei diese Beschäftigung von einem „verengten und traumatisierten Blick“ bestimmt gewesen. Aus diesem Grund gelte es in einem ersten Schritt eine Bestandsaufnahme zu erarbeiten. Erst dann könne man Fragen wie z.B. der Politisierung von Literatur und Literaturwissenschaft, der Rolle der Kulturverbände im Reichsgau und im „Protektorat“, der Förderung, aber auch Verfolgung deutscher wie tschechischer Autoren nachgehen.

Mit dem nächsten Vortrag begaben sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Treffens auf ein völlig anderes Terrain. Die Soziologin Annett Steinführer (Leipzig/ Chemnitz) präsentierte ihr Dissertationsprojekt „Transformationen und Kontinuitäten. Städte und Städter im gesellschaftlichen Wandel: Brno (Brünn) und Leipzig 1990-2000“ (vgl. Exposé Nr. 14). Sie charakterisierte zunächst die Wirkung des Transformations­prozesses auf die einst sozialistischen Städte in fünf Dichotomien: Wohnung als soziales Gut versus Wohnung als Ware; Bruch mit sozialräumlichen Mustern versus residentielle Segregation der Ober- und Unterschichten; fehlende versus starke Suburbanisierung; Verfall der innerstädtischen Altbauviertel versus Aufwertung des Altbaus sowie soziale Funktion der Stadtzentren versus kapitalistische Zentralitätsfunktion der City mit einer hohen Dichte und hohen Bodenpreisen. Von diesen Polen ausgehend untersucht Steinfüh­rer, wie die Bewohner von Leipzig und Brünn zwölf Jahre nach der Wende ihre Wohnstandortentscheidung treffen, welche Handlungsoptionen ihnen bleiben, welche Rolle Umweltfaktoren bei der Wohnungswahl und einer eventuellen Mobilitätsentscheidung spielen. Die bereits vorliegenden Ergebnisse des Stadtvergleichs zeigen für Leipzig , das einen Wohnungsleerstand von 20-30 Prozent aufweist, weiterhin eine gute Bevölke­rungsdurchmischung, wobei allerdings in den Plattenbausiedlungen eine Entmischung stattfindet. Außerdem kämpft die Stadt mit einer großen Abwanderung, die den Leerstand beständig weiterwachsen lässt. In Brünn hingegen, das sich einer Wohnungsnot gegenübersieht, wird die Mobilität gebremst, da viele Bewohner Eigentümer oder Quasieigentümer des Wohnraums sind. Bei neu entstehenden Wohnbauten läßt sich in Leipzig eine hohe Modernität feststellen. In der Diskussion des Beitrags von Annett Steinführer ging es in erster Linie um die von ihr durchgeführte standardisierte Bewohnerbefragung in ausgewählten Quartieren. Denn die Fragebögen, die an die Bewohner ausgegeben werden, weichen in den beiden Städten voneinander ab. Identische Fragen, so Steinführer, hätten keine aussagekräftigen Ergebnisse gebracht. Sie machte noch einmal deutlich, daß sich die Untersuchung auf die Frage der Wohnstandortentscheidung der Stadtbewohner beziehe, die eine grundlegende Änderung ihres Umfeldes durch die Transformationsprozesse erfahren haben, die jedoch in den gewählten Städten unterschiedlich verlaufen seien.

Danach führte Peter Heumos durch den letzten Teil des Bohemistentreffens, in dem zwei diskursanalytische Projekte vorgestellt wurden. Franz Schindler (Frankfurt am Main) sprach über „Die tschechoslowakische Sektion der Weltliga für Sexualreform und der 5. Weltkongreß in Brünn 1932“ (vgl. Exposé Nr. 29). Schindler argumentierte, die Erste Tschechoslowakische Republik sei für eine Diskussion über fortschritt­liche Sexualreformen geradezu prädestiniert gewesen. Und zwar nicht nur, weil in der tschechischen Gesell­schaft eine Abneigung gegen den Katholizismus und eine Vorliebe für wissenschaftliche Ansichten herrsch­ten, sondern auch, da das gesellschaftliche Leben über eine demokratisch-libertäre Rechtsordnung – und nicht etwa durch einen religiösen Kanon – geregelt wurde. Die „Weltliga für Sexualreform“, die u.a. für die Gleichberechtigung der Frauen, die Möglichkeit zur Scheidung, Geburtenregelungen, den Schutz der unehe­lichen Kinder und ihrer Mütter, Sexualerziehung und die Legalisierung der Homosexualität kämpfte, war 1928 in Kopenhagen gegründet worden. Ihre tschechoslowakische Sektion entstand erst 1932. Schon bald darauf, im September 1932, fand in Brünn der 5. Weltkongreß der Weltliga statt, nachdem dieser weder in Moskau noch in Paris hatte realisiert werden können. In Brünn wurde erstmalig ein Kongreß der Weltliga auf akademischem Boden abgehalten, nämlich im Anatomiesaal der Medizinischen Fakultät. Die internationale Beteiligung und das Interesse der Öffentlichkeit an den Vorträgen waren groß, eine öffentliche Abendveran­staltung wurde sogar im Radio übertragen, und die Presse brachte täglich Berichte über den Kongreß. Franz Schindler stellte abschließend das Spannungsverhältnis von Rechtsnormen und Rechtspraxis zur Diskussion und damit die Frage – die vom Publikum lebhaft aufgenommen wurde –, ob und in welchem Maß die Tschechoslowakei dem Selbstbild einer liberalen, offenen, „ehrlichen“ und modernen Gesellschaft entspro­chen habe.

Zur Konstitution von Selbstbildern und deren Realität brachte auch der letzte Vortrag des Tages „Nation und Territorium im tschechischen politischen Diskurs 1890-1938“ von Peter Haslinger (Freiburg i.Br.) interes­sante Thesen. Haslinger untersucht in seinem Habilitationsprojekt die Entwicklungen und Veränderungen von zentralen Themenfeldern wie „Nation“ und „Territorium“. Dazu gehörten das „Böhmische Staatsrecht“, die Frage nach den Außengrenzen, der pohraničí/Grenzland-Diskurs, der „Mährische Ausgleich“ von 1905 und andere nationale Lösungskonzepte bis hin zum „Münchener Abkommen“ von 1938. Haslinger machte seinen Ansatz exemplarisch deutlich: Während sich die Diskussion um das „Böhmische Staatsrecht“ zwischen 1870 und 1890 auf das Territorium des Kronlandes Böhmen – auch auf die Ablehung einer Teilung desselben – bezog, vermischte sie sich anschließend zunehmend mit dem Minderheiten- bzw. pohraničí-Diskurs. Die nationale Diskussion wurde mit der territorialen verschränkt, um eine Vorstellung von Autochthonität, Kontinuität und Authentizität der Tschechen auf dem Gesamtgebiet der böhmischen Länder zu erzeugen. Seit dem Frühjahr 1918 diente dies vor allem dazu, ein „deutschböhmisches“ Gebiet als Fiktion verfälschender Volkszählungen erscheinen zu lassen. Territorialisierungsschübe des Nationalen vollzogen sich z.B. aber auch bei der Diskussion um eine Verwaltungsreform 1910 oder in den späten dreißiger Jahren. Zusammenfassend betonte Haslinger, daß die gesamtgesellschaftlich geprägten Diskursmuster wenig anpassungstauglich waren und stellte die These auf, daß das nicht allein für den böhmischen Fall gilt. Ist eine „diskursive Versäulung“ erst einmal abgeschlossen, lasse sie sich nur schwer und langsam ändern, wie das Beispiel der nicht geglückten Integration der Slowakei in die ČSR zeige.

Zur Diskussion war danach leider kaum Zeit. Wer in München bleiben konnte, debattierte in einem nahegelegenen Bräuhaus weiter. Viele waren jedoch nur für einen Tag gekommen – für einen anstrengenden, langen und sehr interessanten Tag, mit neuen und alten Bekannten und sehr verschiedenen Themen und Denkanstößen.

München, Birgit Lange

 

Anhang

Verzeichnis der im Jahr 2001 eingereichten Exposés über laufende Forschungsarbeiten (die Exposés werden vom Collegium Carolinum auf Wunsch zugesandt):

Nr. 1:

 Das tschechoslowakische Militär und das deutsch-tschechische Verhältnis in der Ersten Tschecho­slowakischen Republik 1918-1938: Nationales Denken und alltägliches Verhalten (Martin Zückert, Freiburg i.Br.)

Nr. 2:

„Nationale Märtyrer“ im Europa des 20. Jahrhunderts: Schlageter, Fučík und andere (Stefan Zwicker, Brno / Mainz)

Nr. 3:

Das Wirken böhmischer Komponisten im Raum Berlin-Potsdam. Ein Beitrag zum Phänomen der böhmi­schen Musiker-Migration (Undine Wagner, Chemnitz)

Nr. 4:

Auf der Schwelle: Grenzerfahrung und Grenzüberschreitung in der Stadtwahrnehmung der Prager deut­schen Literatur (Vera Schneider, Berlin)

Nr. 5: 

Deutschlernen in den böhmischen Ländern vom 15. Jahrhundert bis 1918: eine teilkommentierte Biblio­graphie (Helmut Glück und Holger Klatte, Bamberg/ Vladimír Spácil, Olomouc)

Nr. 6: 

Entwicklung der sprachlichen Kontakte zwischen dem Tschechischen, Slowakischen und dem Deutschen im lautlichen und lexikalischen Bereich seit dem 8. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts (Stefan Michael Newerkla, Wien)

Nr. 7: 

Tschechisch im Internet. Die Sprache tschechischer Personal Websites im World Wide Web – Die „Personal Website“ als eigene Textsorte? – Versuch einer Positionierung (Stefan Michael Newerkla, Wien)

Nr. 8: 

Wirtschaftsverhalten, Elitenbildung und Identifikationsprozesse, untersucht am Buchhandel in Böhmen und Mähren (1845-1914) (Stephan Niedermeier, Leipzig)

Nr. 9: 

Deutschsprachige Literatur aus Prag und den böhmischen Ländern im Spiegel von Buch- und Plakatkunst 1900 bis 1939 (Jürgen Born, Wuppertal / Diether Krywalski, Geretsried)

Nr. 10: 

Schweizerisch-tschechische Beziehungen 1939-1945: Das „Protektorat Böhmen und Mähren“, der „Reichsgau Sudetenland“, die tschechoslowakische Exilregierung und die Schweizer Diplomatie im Zwei­ten Weltkrieg (Daniel C. Schmid, Zürich)

Nr. 11: 

Deutsch-tschechisches Zusammenleben als Thema der deutschsprachigen Publizistik und Literatur in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit 1918-1938. „Produktive Utopie“ (Pavel Dolezal, Siegen)

Nr. 12: 

Land in Bewegung. Die Neubesiedlung der Grenzgebiete der böhmischen Länder 1945-1950. Ein Beitrag zum Ende der deutsch-tschechischen Schicksalsgemeinschaft in Böhmen, Mähren und Schlesien (Adrian von Arburg, Wien/Prag)

Nr. 13:

Die sozialistische Industrialisierung und der Übergang zur freien Marktwirtschaft. Die Trans­formationsprozesse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Hüttenwerke in Eisen­hüttenstadt, Kraków-Nowa Huta und Ostrava-Kunčice (Dagmara Jajeśniak-Quast, Frankfurt an der Oder)

Nr. 14: 

Wohnstandortentscheidungen und Umweltqualität. Fallstudien zum städtischen Transformationsprozeß in Ostdeutschland und Tschechien, am Beispiel von Leipzig und Brünn (Brno) (Annett Steinführer, Leipzig/ Chemnitz)

Nr. 15: 

Böhmen liegt am Meer. Die Hochseeschiffahrt von Binnenstaaten zwischen Prestige und Profit (Stefan Albrecht, Mainz)

Nr. 16: 

Heimat im Mythos? Das Bild der Stadt Prag in der Prager deutschen Literatur 1914-1934 (Susanne Christine Fritz, Dresden)

Nr. 17: 

Hussitische Manifeste (Karel Hruza, Wien)

Nr. 18: 

Edvard Beneš als Staatspräsident 1935-1938 – Grundüberzeugungen und Leitlinien seiner Politik (Christian Rühmkorf, Oldenburg/Plzeň)

Nr. 19: 

Franz Jesser – ein beispielhafter „sudetendeutscher Lebenslauf“? (Gisela Kaben, München)

Nr. 20:

The Expellee Organizations and West German “Ostpolitik”, 1949-1969 (Pertti Ahonen, Sheffield/Berlin)

Nr. 21:

Die Folgen des Siebenjährigen Krieges für die Mission der Mährischen Brüder. Der Indianerapostel David Zeisberger (Horst Schinzel, München)

Nr. 22:

Die nicht-vertriebenen Erinnerungen / Neodsunuté vzpomínky. Ein oral-history Projekt (Alena Wagnerová, Saarbrücken)

Nr. 23: 

Konfession und Migration in der Frühen Neuzeit: Exulanten im böhmisch-sächsischen Grenzraum im 17. Jahrhundert (Wulf Wäntig, Chemnitz/Dresden)

Nr. 24: 

Identitäten im Grenzraum. Biographische Identitäten im Grenzraum. Intergenerationale und interkulturelle Vergleiche individueller Verarbeitung historischer Umbrüche in einer europäischen Grenzregion. Eine qualitative Vergleichsstudie in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik (Peter Alheit et al., Göttingen)

Nr. 25: 

Eduard Winter (1896-1982). Ein Beitrag zur Theologie- und Bildungsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Ines Kowalski, Bamberg)

Nr. 26:

Die römisch-katholische Kirche und der Tschechoslowakische Staat 1918-1929 (Walter Reichel, Wien/Prag)

Nr. 27:

Die neue Gesellschaft in den ehemaligen Sudetengebieten. Migrationsprozesse, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung (Andreas Wiedemann, Prag)

Nr. 28:

Die Gründe für den Landesverrat: Der Kameradschaftsbund und der sudetendeutsche Nationalismus (Michael Campbell, Washington/München)

Nr. 29:

Die tschechoslowakische Sektion der Weltliga für Sexualreform und deren 5. Kongreß in Brünn 1932 (Franz Schindler, Frankfurt am Main)

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