AHF-Information Nr. 44 vom 27.6.2001
Das Thema Männlichkeiten hat in der Wissenschaftslandschaft Konjunktur: Im Herbst des vergangenen Jahres veröffentlichten drei feministische Zeitschriften Schwerpunkthefte[1], neue Sammelbände[2] erschienen und vom 1.–3. Februar diesen Jahres fand in Stuttgart-Hohenheim die erste Fachtagung zu dieser Thematik statt. Letzterer ging die Initiierung eines Arbeitskreises mit dem barock anmutenden Titel "Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung – Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften – AIM GENDER" im Sommer 1999 voraus.
Dieser Arbeitskreis existierte zunächst vor allem in Form einer Internetpräsentation (http://www.ruendal.de/aim/gender.html), die über die Konstitution des Arbeitskreises und mittels Kurzporträts und Links über den gegenwärtigen Stand der Forschung im deutschsprachigen Raum informierte sowie zur Beteiligung an einer ersten Tagung aufrief. Die Resonanz auf das Call for Papers war ausgesprochen positiv: 31 Wissenschaftler/innen meldeten sich mit 27 Vorträgen an. Die Fülle der Beiträge und die bekanntlich knapp bemessene Zeit einer Tagung inspirierten die Tagungsorganisatoren Martin Dinges, Thomas Kühne, Erik O. Ründal und Dieter R. Bauer zu einer ungewöhnlichen Tagungsform: Alle Tagungsbeiträge wurden vorab im Internet veröffentlicht und konnten so von den Teilnehmer/innen im Voraus gelesen werden, auf der Tagung hatten die Referent/innen fünf Minuten Zeit für eine Kurzpräsentation ihrer Beiträge, anschließend erfolgte die Diskussion.
An der Tagung nahmen – wie von den Organisatoren erwünscht – Wissenschaftler/innen aus den verschiedensten Disziplinen teil, die jedoch quantitativ sehr unterschiedlich vertreten waren: Es dominierte die Geschichte, gefolgt von der Soziologie, deutlich unterrepräsentiert war z.B. die Literaturwissenschaft. Da es in einem Tagungsbericht nahezu unmöglich ist, einen Überblick über die darüber hinaus sehr heterogenen Beiträge zu geben, können im Folgenden nur einige Schlaglichter darauf geworfen werden.
Arbeit – Militär – Homosoziale Gemeinschaften
Historische und gegenwärtige Praxen der Konstruktion von Männlichkeiten
Obwohl die Veranstalter von der ursprünglichen Idee, eine Tagung zum Thema "Homosozialität" zu organisieren, Abstand genommen hatten, beschäftigte sich eine große Zahl der Tagungsbeiträge gerade mit dieser Thematik. Ob das daran liegt, dass dieser Gegenstand momentan besonders "in" ist und/oder dass homosoziale Gemeinschaften die zentralen Praxen für die Konstruktion von Männlichkeiten sind, werden zukünftige Forschungen erweisen. Der Bogen der Beiträge spannte sich insgesamt zeitlich von der Antike bis zur Gegenwart – mit einem starken Schwerpunkt für das 19. und 20. Jahrhundert – und geographisch von Nordamerika über Westeuropa, die DDR bis Israel.
Stefan Zahlmann[3] rekonstruierte anhand des Romans "Roughing It" von Mark Twain die Bedeutung der homosozialen Männergemeinschaft im Westen der USA für die Konstruktion von Männlichkeiten, unter denen der Typ des Pioniers als hegemonial angesehen werden könne. Arbeit und männliche Gemeinschaft seien in diesem Kontext eng miteinander verknüpft gewesen. Dies gelte ebenso für die 1933 in den USA gegründeten "Civilian Conservation Corps", deren Männlichkeitsvorstellungen Olaf Stieglitz[4] untersuchte. Die staatlicherseits gegründeten CCC dienten der Erziehung junger, oft arbeitsloser Männer aus den Unterschichten zu einer "erwachsenen Männlichkeit", d.h. zur Befähigung für die "Geschäftswelt" und zur Verantwortungsübernahme für die Familien, beides galt zugleich als Voraussetzung für die Wahrnehmung von Staatsbürgerrechten. Stieglitz konzentrierte sich in seiner Analyse auf die Erlebnisse und Wahrnehmungen der "African-Americans", die einerseits aufgrund der Zuschreibung einer randständigen, sexuell gefährlichen und infantilen "schwarzen" Männlichkeit durch die "weißen" Männer vielfältige Diskriminierungen erfuhren, sich andererseits aber insbesondere durch spezifische Ausbildungsprogramme – vor allem Kochkurse – die gesellschaftlich erwünschte Männlichkeit zumindest partiell aneigneten. Der Dienst in den CCC fungiere so nach ihrer Entlassung für viele ehemalige Rekruten als Bezugspunkt ihrer Männlichkeitskonstruktion und zugleich als Ressource gegenüber den "African-Americans", die nicht im CCC gedienten hatten.
Wie Stieglitz' Beitrag thematisierten auch viele andere, dass Männlichkeiten immer in einer Konfiguration von Klasse/Milieu – Ethnizität – Sexualität konstruiert werden. Dass dabei immer nur einzelne Verknüpfungen berücksichtigt werden können, liegt bei der Komplexität der Thematik auf der Hand, machte aber zugleich die Stärke und das Spannende der einzelnen Texte aus.
Claudia Bruns[5] wandte sich in ihrem viel diskutierten Beitrag dem Spannungsverhältnis von Männlichkeit und Sexualität bzw. sexueller Orientierung zu. Sie rekonstruierte anhand der Schriften von Gustav Jaeger, Benedict Friedlaender und Hans Blüher eine Umbewertung des Sozialen: Galt Sexualität in den Diskursen ab Mitte des 19. Jahrhunderts als asozial und homosexuelles Begehren als "deviant", so konstruierten diese drei Autoren durch sehr unterschiedliche Ein- und Ausschlüsse von Frauen und "anderen" Männern (Homo-)Sexualität als einzige legitime Grundlage der Sozialität. Nur der homoerotische respektive homosexuelle "Männerheld" wäre mittels seiner erotischen Kräfte, Männer an sich zu binden, für hohe Positionen im Staat bzw. für die Führung des Staates – bei Blüher: des Volkes – geeignet. Die von Zeitgenossen als effeminiert und sexuell "deviant" angesehenen Homosexuellen würden in diesem Diskurs, so Bruns, in die seinerzeit hegemoniale Form von Männlichkeit "eingeschrieben", und damit würde ihnen zumindest symbolisch ein legitimer Anspruch auf Positionen im Staat zugeschrieben.
Wie die männerbündische Kultur nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in Alltagspraktiken modifiziert und fortgeschrieben wurde, zeigte eine Mikro- und Lokalstudie von Bettina Joergens[6] über drei Jugendgruppen in einer westdeutschen Kleinstadt. So knüpften die Mitglieder der Mindener "Deutsche Jungenschaft" mit der Beschwörung eines homoerotischen Treueverhältnisses an die bündische Tradition an, grenzten sich zugleich vorsichtig von militanten und kriegerischen Männlichkeitsvorstellungen ab und bezogen Empfindsamkeit und Sinnlichkeit in ihr Männlichkeitsideal ein. In diesem Kontext wurde ebenso wie bei Hans Blüher, dessen Männlichkeitsideal eine "imaginierte Weiblichkeit" einschloss, die Frage diskutiert, welche Bedeutung und Funktion "weibliche" Elemente bzw. "Weiblichkeit" in Männlichkeitskonstruktionen haben. Fungiert "Weiblichkeit" in diesen Konstruktionen als Bewältigungsstrategie der "männlichen" kriegerischen/militärischen Anforderungen? Wird so die gesellschaftliche Abwertung von "Weiblichkeit" auf eine spezifische Weise institutionalisiert? Diese Aspekte wurden in der bisherigen Forschung kaum beachtet.
Der Vergleich der drei Jugendgruppen zeigte zum einen die enge Verknüpfung von Milieu und Männlichkeitskonstruktionen und zum anderen, wie in den ersten zehn Nachkriegsjahren über die Milieugrenzen mit ihren spezifischen Männlichkeitsidealen hinweg der Anspruch auf männliche Dominanz und politische Macht in der bundesdeutschen Gesellschaft tradiert und neu gedeutet wurde.
Dass homosozialen Gemeinschaften auch in der Gegenwart bzw. gerade in der Gegenwart eine hohe Bedeutung für die individuelle Konstruktion von Männlichkeit zukommt, diskutierte Michael Meuser[7] mit einem theoretischen Rekurs auf Bourdieus Habituskonzept. Anhand eigener Studien über verschiedenste homosoziale Zusammenschlüsse von Männern sowie fremder über Jugendgangs zeigte er, dass in Zeiten sich wandelnder Geschlechterverhältnisse das Eingebundensein in eine solche Gemeinschaft Männern "habituelle Sicherheit" ermögliche und darüber hinaus zu einer permanenten (Re-)Konstruktion hegemonialer Männlichkeit in der Gesellschaft führe.
Connells Konzept der hegemonialen Männlichkeit stellte auch den theoretischen Bezugspunkt anderer – vor allem der soziologischen – Beiträge dar. Dass das Konzept in der gegenwärtigen Diskussion häufig als Leerformel benutzt wird, kritisierte Sylka Scholz[8]. Anhand einer Kontrastierung offizieller Männlichkeitsvorstellungen der DDR mit biographischen Interviews diskutierte sie, nicht von einer hegemonialen Männlichkeit in einer Gesellschaft auszugehen, sondern von konkurrierenden Versionen in historisch konkreten Kontexten. Gemeinsam sei diesen Versionen der Anspruch auf Dominanz gegenüber Frauen und "anderen" Männern, der so die gesellschaftliche Hegemonie von Männlichkeit und Männern immer wieder konstituiere. Hegemoniale Männlichkeit sei nicht als ein bestimmtes Männlichkeitsideal zu verstehen, sondern als ein "Konstruktionsmodus" von Männlichkeit.
Eine weitere Reihe von Beiträgen thematisierte die Verknüpfung von Männlichkeit und Erwerbsarbeit: Rainer Hering[9] rekonstruierte die Männlichkeitskonstruktionen evangelisch-lutherischer Geistlicher; Cornelia Behnkes und Renate Liebolds Beitrag[10] die Bedeutung von Arbeit für Führungskräfte; Jörg Maas[11] die Strategien des Umgangs von Führungskräften mit ihrer Homosexualität. Die Verknüpfung von Männlichkeit und Militär thematisierte Uta Klein[12] am Beispiel des israelischen Militärs. Sie rekonstruierte die Ideologien und Praktiken, die trotz der Wehrpflicht für Frauen diese Verknüpfung reproduziert und die dadurch zugleich soziale Ungleichheiten zwischen jüdischen Männern und Frauen einerseits sowie jüdischen und nicht-jüdischen Männern andererseits aufrecht erhalten.
Männlichkeit – Vaterschaft – Väterlichkeit: ein offenes Forschungsfeld
Obwohl viele Teilnehmer/innen der Tagungsform zunächst recht skeptisch gegenüber standen, erwies sie sich insgesamt und besonders in einigen Fällen wie der Sektion "Väter und Söhne" als produktiv. Die Konstellation dieser vier Referenten/innen[13] ermöglichte es, die Kontinuitäten und den Wandel von Vaterschaft und Väterlichkeit über eine Zeitspanne von gut dreihundert Jahren zu diskutieren. Susanne C. Pils stellte anhand von Instruktionen zur Haushaltsführung und privaten Korrespondenzen den Einfluss bzw. Zugriff adeliger Väter auf ihre Söhne im 17. und 18. Jahrhundert dar. Ziel der Väter sei es gewesen, ihre Söhne zu einer "bestimmten Männlichkeit" zu erziehen, um sie je nach Platz in der Geschwisterfolge als weltlichen Herrscher oder zölibatären kirchlichen Würdenträger, was jeweils mit unterschiedlichen Anforderungen an Männlichkeit verbunden ist, zu platzieren. Diese Männlichkeiten dienten zugleich als soziale Distinktion. Auch der Inszenierung väterlicher Gefühle z.B. auf Familienbildern käme, so Nina Verheyen, im deutschen Bürgertum um die Wende zum 18. Jahrhundert diese Funktion zu. Männliche Emotionen hätten als Abgrenzung gegen adelige Männlichkeiten fungiert und wären zunächst für die Konstituierung einer bürgerlichen Männlichkeit von hoher Bedeutung gewesen. Nach der Konsolidierungsphase des Bürgertums scheinen die väterlichen Emotionen dagegen zugunsten von "Gefühle unterdrückenden Berufsmenschen" verschwunden zu sein, da sie ihre distinguierende Funktion verloren hätten. Tauchen väterliche Emotionen und aktive Fürsorge bereits in den 50er Jahren der Bundesrepublik als "sanfte Männlichkeit" wieder auf? Diese These vertrat Till van Rahden in seinem Statement über die Politik von Vaterschaft in einem Ost-West-Vergleich, für die er viel Widerspruch erntete.
Dass in dieser Sektion die Redeliste aufgrund des Diskussionsbedarfs bereits kurz nach Beginn geschlossen werden musste, lag nicht nur an den spannenden Beiträgen, die in einem unmittelbareren Zusammenhang miteinander standen als in anderen Sektionen, sondern auch daran, dass zwar zum Thema Vaterschaft in den letzten Jahren etliche Publikationen erschienen sind, der Zusammenhang zwischen Männlichkeit – Vaterschaft – Väterlichkeit (zwei Begriffe, die meist synonym benutzt werden, jedoch Unterschiedliches bedeuten) bisher kaum thematisiert wurde. Darüber hinaus scheint das Thema männlicher Emotionalität momentan nur in Bezug auf Vaterschaft diskutiert werden zu können. Ob durch diesen Diskurs Männlichkeiten und Emotionalität wieder enger miteinander verknüpft werden können, ist eine spannende offene Frage.
Auf die weiteren thematischen Sektionen wie z.B. "Sexualität", "Krankheit und Medizin", "Relationale Geschlechterkonstruktionen" kann im Folgenden aus Platzgründen nicht mehr eingegangen werden. Die ungewöhnliche Tagungsform ermöglicht es aber allen Interessierten, die gesamten Tagungsbeiträge im Netz (http://www.ruendal.de/aim/gender.html) nachzulesen. Anzumerken ist, dass die Qualität der einzelnen Beiträge stark differierte, was daraus resultiert, dass sich einige Projekte noch in der Anfangssphase befanden und darüber hinaus es einigen Teilnehmer/innen nicht hinreichend gelungen war, ihren Gegenstand mit der Perspektive Männlichkeit zu verknüpfen.
Männerforschung – Männer- und Geschlechterforschung – Gender?
Die Zukunft des Arbeitskreises
Natürlich stand auch die Zukunft des Arbeitskreises auf der Tagung zur Debatte. Der abendlichen Sitzung war der Beitrag "Reflexive Männerforschung" von Oliver Geden[14] vorausgegangen, der sehr kontrovers diskutiert wurde, weil Geden in seiner Rekonstruktion von idealtypischen Männerforschern nur auf Männer Bezug nahm, was angesichts einer Beteiligung von ca. 50 % Frauen an der Tagung anachronistisch wirkte und von den Organisatoren der Tagung auch explizit zurückgewiesen wurde. Moes und Gedens implizite Grundlage ihrer Konstruktion des wissenschaftlichen Feldes "Männerforschung" war die Berliner Situation Ende der 90er Jahre, in der weibliche Forscherinnen von einigen Arbeitszusammenhängen explizit ausgeschlossen wurden und die darüber hinaus von starken Fraktionierungen gekennzeichnet war. Die kritische Diskussion ließ allerdings das Anliegen der Autoren: die Reflexivität bei der eigenen Forschung – die natürlich nicht nur in der Männerforschung notwendig ist – ins Hintertreffen geraten.
Konsens herrschte in der Diskussion des Beitrages ebenso wie in der darauffolgenden Sitzung des Arbeitskreises darüber, dass es darum gehen müsse, einen konstruktiven interdisziplinären Arbeitszusammenhang für Wissenschaftler beiderlei Geschlechts zu schaffen. Dass das Feld der Männlichkeits- bzw. Männerforschung sich mittlerweile hinsichtlich sowohl der disziplinären Verteilung als auch der Beteiligung von Frauen und Männern so vielfältig gestaltet, dürfte eine der positiven Überraschungen der Tagung für alle Beteiligten gewesen sein. Dabei scheint dieses Wissenschaftsfeld aktuell – so der Eindruck auf der Tagung – aus einer kleineren Anzahl von renommierten, zum größten Teil aber nicht institutionell oder in anderen Kontexten verankerten Forscher/innen zu bestehen und einer Vielzahl von so genannten Nachwuchswissenschaftler/innen, die an Studienabschlüssen, Dissertationen und Habilitationen arbeiten, was für die nächsten Jahre eine ganze Reihe von Publikationen zum Gegenstand erwarten lässt.
Einigen Teilnehmerinnen war aufgefallen, dass auf dem Weg vom Internet zum papierenen Tagungsprogramm sich der Name "Männer- und Geschlechterforschung" auf "Männerforschung" reduziert hatte. Die Organisatoren – so ihr Argument – hatten den Namen lediglich etwas entbarockisieren wollen, was aber nicht auf Konsens stieß. Den Teilnehmer/innen ging es nicht darum, ein neues Forschungsfeld "Männerforschung" zu konstituieren, sondern diese explizit als Teil der Geschlechterforschung zu verstehen. Deshalb erfolgte ausgesprochen problemlos eine "Rückbenennung", die – denkt man an andere Kämpfe um Namengebungen in der Trias: Frauen-, Geschlechter- und/oder Genderstudien – wohltuend wirkte. Statt endlose Diskussionen zu führen z.B. über die Frage, wer worüber und wie forschen darf und soll, so das gemeinsame Credo, solle – etwas salopp formuliert – endlich geforscht werden.
Aufgrund der derzeitigen Beschaffenheit des Wissenschaftsfeldes wird die nächste Tagung, voraussichtlich vom 7. bis 9. November 2002, noch einmal in Form einer "Basartagung", d.h. ohne explizit festgelegtes Thema organisiert werden. Gleichwohl steht es allen Interessierten offen, Vorschläge für thematische oder Fachsektionen zu machen und diese auch zu organisieren. Dazu sind auch alle bisher nicht in den Arbeitskreis integrierten Wissenschaftler/innen herzlich aufgerufen. Entsprechende Informationen finden sich unter der genannten Netzadresse[15].
Sylka Scholz
[1]Feministische Studien 2/2000; Die Philosophin 22/2000; Potsdamer Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung 1+2/2000.
[2]U. a.: Martin Dinges (Hg.): Hausväter, Priester, Kastraten. Zur Konstruktion von Männlichkeit in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Göttingen: 1998; Doris Janshen (Hg.): Blickwechsel. Der neue Dialog zwischen Frauen- und Männerforschung. Frankfurt am Main/New York: 2000; Peter Döge und Michael Meuser (Hg.): Männlichkeiten und soziale Ordnung. Opladen: 2001.
[3]Stefan Zahlmann: Männlichkeit und Menschenbild. Autobiographische Konstruktion von Identität in "Roughing It".
[4]Olaf Stieglitz: "I was black and acted as such": Diskurs, Erfahrung und junge African-Americans im Civilian Conservation Corps (1933–1942).
[5]Claudia Bruns: (Homo-)Sexualität als virile Sozialität. Sexualwissenschaftliche, antifeministische und antisemitische Strategien zur Einschreibung in hegemoniale Männlichkeiten im Diskurs der Maskulinisten (1880–1920).
[6]Bettina Joergens: Männlichkeitskonstruktionen männlicher Jugendlicher nach dem Zweiten Weltkrieg – Eine Mikro- und Lokalstudie dreier Jugendgruppen in Minden 1945–1955.
[7]Michael Meuser: Männerwelten. Zur kollektiven Konstruktion hegemonialer Männlichkeit.
[8]Sylka Scholz: "Sozialistische Soldatenpersönlichkeiten" und "Helden der Arbeit". Hegemoniale Männlichkeiten in der DDR?
[9]Rainer Hering: "Das geistliche Amt ist nach Schrift und Bekenntnis Mannes Amt". Männlichkeitskonstruktionen evangelisch-lutherischer Geistlicher im 20. Jahrhundert.
[10]Cornelia Behnke/Renate Liebold: "Ich hab die Arbeit immer in den Vordergrund gestellt." Die Bedeutung der Arbeit im Leben männlicher Führungskräfte.
[11]Jörg Maas: Identität und Stigma-Management von homosexuellen Führungskräften.
[12]Uta Klein: Militär und Männlichkeit in Israel.
[13]Susanne C. Pils: Bestimmte Männlichkeit. Überlegungen zur Erziehung adeliger Knaben in der Frühen Neuzeit; Annette Kliewer: Jungenbücher, gibt´s die noch? Eine Untersuchung zu aktuellen Adoleszenzromanen und ihren Lesern; Nina Verheyen: Männliche Emotion als bürgerliche Distinktion? Die Inszenierung väterlicher Gefühle im deutschen Bürgertum (1770–1820); Till van Rahden: Die Politik der Vaterschaft in West- und Ostdeutschland von 1945–1980.
[14]Johannes Moes/Oliver Geden: Reflexive Männerforschung.
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