AHF-Information Nr. 93 vom 26.11.1999
Die Konstruktion der Vergangenheit, die Funktionen der Legitimation, der Repräsentation und der Identität gleichermaßen erfüllt, läßt sich auf aristokratischer, höfischer und städtisch-patrizischer Ebene ebenso beobachten wie bei kirchlichen Gruppierungen. Der Versuch, Gruppengedächtnisse zu bilden und Formen einer spezifischen Erinnerungspolitik zu etablieren, untermauert stets eine bestimmte Werteordnung. Die unterschiedlichen sich in der Frühneuzeit ausdifferenzierenden Formen des Vergangenheitsbezugs im Osten des ständischen Europa - in Polen, Böhmen, Ungarn und den östlichen österreichischen Ländern - herauszuarbeiten, war Motivation und Ziel der internationalen Fachtagung, zu der die Projektgruppe „Die Entwicklung frühparlamentarischer ständischer Konsenssysteme als ostmitteleuropäisches Staatsmodell vom 16. bis 18. Jahrhundert und deren Integrationsfähigkeit für konfessionelle, regionale und nationale Pluralität“ Historiker, Literatur- und Sprachwissenschafler, Politologen und Kunsthistoriker an das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas nach Leipzig eingeladen hatte. Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine doppelte Frage: Zum einen die nach dem Verhältnis zwischen „Geschichte“ bzw. Geschichtsschreibung und politischem Macht- und Herrschaftsanspruch in einer multikonfessionellen und multiethnischen Geschichtsregion, zum anderen die nach der Entwicklung und Modellhaftigkeit ständischer bzw. monarchischer Traditionsbildung und Selbstdarstellung - und dies in einem Raum, in dem sich bis zur Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert vergleichbare Ständeverfassungen mit weitgehenden Partizipations- und Kontrollrechten und einem ausgeprägten Repräsentationsbewußtsein ausgebildet hatten. Die Konferenz „Die Konstruktion der Vergangenheit“ knüpfte inhaltlich und methodisch an zwei frühere Tagungen der Leipziger Projektgruppe an, deren Ergebnisse unterdessen im Druck vorliegen („Ständefreiheit und Staatsgestaltung in Ostmitteleuropa. Übernationale Gemeinsamkeiten in der politischen Kultur vom 16.-18. Jahrhundert“. Hg. v. Joachim Bahlcke, Hans-Jürgen Bömelburg und Norbert Kersken. Leipzig 1996; „Konfessionalisierung in Ostmitteleuropa. Wirkungen des religiösen Wandels im 16. und 17. Jahrhundert in Staat, Gesellschaft und Kultur“. Hg. v. Joachim Bahlcke und Arno Strohmeyer. Wiesbaden 1999). Die Konferenz war in fünf Themenkreise gegliedert: (1) Geschichtskultur und Historiographie, (2) Adel und Geschichtsbewußtsein, (3) Städtische Identität und Erinnerungskultur, (4) Klerus und Traditionsbildung, (5) Visualisierung von Vergangenheiten.
Im ersten, von Reinhard Blänkner (Frankfurt/Oder) und Michael G. Müller (Halle/Saale) moderierten Themenkreis „Geschichtskultur und Historiographie“ galt es einleitend, einerseits eine Typologie der Geschichtsentwürfe im ostmitteleuropäischen Raum in der Zeitspanne zwischen Humanismus und Aufklärung zu entwerfen und andererseits den Theoriebezug für historiographiegeschichtliche Bemühungen überhaupt zu vergegenwärtigen. In seinem räumlich wie zeitlich weit ausholenden Vortrag stellte Norbert Kersken (Marburg/Lahn) Voraussetzungen, Traditionen und Neuerungen im Geschichtsdenken Ostmitteleuropas in der frühen Neuzeit vor und arbeitete gemeinsame Merkmale der historiographischen Kulturen des östlichen Mitteleuropa heraus, die diese zugleich von entsprechenden Ausprägungen im westlichen Europa unterschieden. Generell zeichnete sich sowohl bei den Themen, die Gegenstand historiographischer Darstellung wurden, als auch bei den Textsorten zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert eine wachsende Vielfalt ab. Thematisch neu etwa ist der Blick auf die Gesamtheit der slawischen Welt, der erstmals im „Tractatus“ des Matthias von Miechów festzustellen ist. Während die starke Tradition nationalgeschichtlicher Darstellungen zwischen Baltikum und Balkan weitergepflegt wurde, stellte der Typ der genuin städtischen Geschichtsschreibung, die zuerst in den preußischen Städten, in Livland und in Schlesien aufgegriffen wurde, eine Neuentwicklung dar. Als noch wichtiger ist der sich seit dem 16. Jahrhundert in nahezu allen Regionen ausbildende Typ der Landesgeschichtsschreibung anzusehen. Um Leistung und Grenzen eines strukturgeschichtlichen Ansatzes der Historiographiegeschichte ging es Horst Walter Blanke (Bielefeld) in seinem theoretisch angelegten Beitrag, der den Versuch darstellte, das von Jörn Rüsen entwickelte Modell einer disziplinären Matrix der Geschichte - dieses unterscheidet fünf Faktoren: Interessen (Orientierungsbedürfnisse der Gegenwart), Ideen (leitende Einsichten auf die menschliche Vergangenheit), Methoden (Regeln der empirischen Forschung), Formen der Darstellung sowie Funktionen des historischen Wissens) - auf die frühneuzeitliche Historiographiegeschichte zu adaptieren.
In den anschließenden Fallstudien zum Themenkreis „Geschichtskultur und Historiographie“ wurde rasch deutlich, daß Legitimationsstreben durch die Konstruktion der Vergangenheit in funktionaler Sicht nur im Zusammenhang des jeweils aktuellen stände- und konfessionspolitischen Beziehungsgeflechts angemessen zu interpretieren ist. Matthias Weber (Oldenburg) machte in seinem Beitrag über Pommern und Schlesien in der Chronistik des 16. Jahrhunderts deutlich, daß mit dem Vordringen des Humanismus in Schlesien früher und pointierter als in Pommern protonationalistische Geschichtsbilder konzipiert wurden, die im Prinzip das gesamte Argumentationsspektrum der national ausgerichteten Historiographie des 19. Jahrhunderts enthielten. Die pommersche Geschichtsschreibung blieb dabei unverändert heimat- und landesbezogen, während die schlesische stärker an der gesamtdeutschen Volks- und Nationalgeschichte orientiert war. Einen anderen Vergleichsfall, Kroatien und Krain, stellte Wolfgang Kessler (Herne) vor, der die Funktion von Historiographie in ständisch verfaßten Gesellschaften untersuchte. Von einer eigenständigen Landesgeschichte, die ständische Interessen vertreten hätte, konnte man in den Dreieinigen Königreichen Kroatien, Slawonien und Dalmatien im 16. bis 18. Jahrhundert ebenso wenig sprechen wie im innerösterreichischen Krain. Eine historische Argumentation sei hier vor allem in der politischen Praxis nachweisbar, vor allem in den Auseinandersetzungen mit dem ungarischen Adel. Konrad Gündisch (Oldenburg) zeigte am Wandel des Geschichtsbildes der siebenbürgischen Stände und der nichtständischen Rumänen im 16. bis 18. Jahrhundert, daß das Mit-, Neben- und Gegeneinander der ethnisch, sozial und kulturell unterschiedlichen Gruppen in Siebenbürgen - Rumänen, Magyaren und Szekler, Deutsche, Roma, Juden, Armenier und Ruthenen - zwangsläufig differierende Geschichtskonstruktionen zur Folge hatte, die bis zur Gegenwart in der historischen Literatur nachwirken. An drei repräsentativen Konfliktsituationen beleuchtete Arno Strohmeyer (Leipzig) die Veränderung der Semantik des „alten Herkommens“, eines Schlüsselbegriffs der ständischen Libertät, in der wichtigsten Staatsbildungsphase der Habsburgermonarchie. Sein Beitrag über Das ‘alte Herkommen’ im politischen Denken der niederösterreichischen Stände (1550-1650) zeigte exemplarisch den Spielraum einer verfassungsrechtlich zentralen Begrifflichkeit und Rechtstradition auf, deren prinzipielle Manipulierbarkeit und damit die flexible Anpassung und „Disziplinierung“ der Vergangenheit an die Bedürfnisse der jeweiligen Gegenwart. Boguslaw Dybas (Thorn) schließlich stellte Die livländische Geschichte im historischen Werk des Hochadeligen Jan August Hylzen vor. Im Gegensatz zur gängigen Deutung interpretierte er das 1750 in Wilna erschienene Werk, die bis dahin umfangreichste Darstellung der Geschichte Livlands in polnischer Sprache, als ein Zeugnis des Fortdauerns einer allgemein livländischen Identität auf dem Gebiet Polnisch-Livlands.
Den zweiten, von Grete Walter-Klingenstein (Graz) moderierten Themenkreis „Adel und Geschichtsbewußtsein“ leitete István Hiller (Budapest) mit Ausführungen zur Traditionsbildung und politischen Praxis am Beispiel der Geschichtskultur der Familie Esterházy im 17. und 18. Jahrhundert ein. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen, wie die am Anfang des Dreißigjährigen Krieges noch unbedeutende Familie aus dem mittleren Adel die gesellschaftlichen Voraussetzungen ihres politisch-sozialen und wirtschaftlichen Aufstiegs schuf, mit welchen Techniken sie rückblickend ihre eigenen Traditionen herausstellte und wie sie ihre Machtansprüche in konkrete politische Praxis umsetzte. Ausgehend von der aktuellen Umwertung der traditionellen Eliten des Zarenreichs in der spät- und nachsowjetischen Historiographie stellte Guido Hausmann (Köln) - gleichsam aus der räumlichen Außenperspektive zum Gegenstandsbereich Ostmitteleuropa - Selbstdarstellung und Geschichtsdenken des russischen Adels im 18. Jahrhundert vor, wobei er sich in erster Linie auf autobiographische Zeugnisse und Tagebücher stützte. Als besonders aussagekräftig erwies sich ein von Hans-Jürgen Bömelburg (Warschau) präsentierter Vergleich zwischen Piasten- und Jagiellonenkult in der polnischen Frühneuzeit, die jeweils verschiedene Inhalte vermittelten und eine unterschiedliche Reichweite besaßen. Das sich nach 1450 formierende „Krakauer Geschichtsbild“ um eine kleine Gruppe von Gelehrten im Umfeld von Domkapitel, Universität und Hof war für den jagiellonischen Hof akzeptabel, da es die Dignität der polnischen Krone erhöhte und mit dem Herrscherprogramm nicht kollidierte. Es stand dabei durchaus im gesamteuropäischen Trend einer Nationalisierung der Geschichtsschreibung an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Der politische Piastenkult war ein Produkt der mitteladeligen Emanzipationsbewegung und als solcher losgelöst von seinen dynastischen Zusammenhängen. Er stand damit in Konkurrenz zu dem am Wasahof gepflegten Jagiellonenkult. Mit der Wahl von „Piasten“ auf den polnischen Königthron setzte sich das „Krakauer Geschichtsbild“ schließlich nach 1665 in seiner piastischen Variante durch.
„Städtischer Identität und Erinnerungskultur“ war ein dritter, von Rainer Walz (Bochum) eingeleiteter Themenkreis mit zwei Vorträgen gewidmet. Am Beispiel Breslaus und Krakaus zeigte Karen Lambrecht (Leipzig) die Unterschiede von Stadt und Geschichtskultur im 16. Jahrhundert auf. Während die schlesische Metropole als bedeutendes kirchliches und bürgerliches Zentrum in besonderem Maß die städtische Selbstdarstellung pflegte, dominierte in Krakau als Residenz- und Universitätsstadt eine höfische Geschichtsschreibung. Im Zentrum der Ausführungen standen Überlegungen, ob und inwieweit die innere Struktur der Zentralorte für deren Geschichtskultur ausschlaggebend gewesen sei und ob eine reiche historiographische Tradition als Ausdruck vorhandenen Selbstbewußtseins interpretiert werden könne. Michael G. Müller (Halle/Saale), der sich der Städtischen Geschichtsschreibung und landständischen Identität im Königlichen Preußen im 17. und frühen 18. Jahrhundert widmete, betonte in seinem Beitrag, daß Geschichtsschreibung im Königlichen Preußen ein zentraler Ort der Verständigung über die ständekonstitutionellen Grundlagen des Landes- und der „Reichspolitik“ war. Denn sie lieferte einerseits jene legitimitätsstiftenden rechtsgeschichtlichen Ableitungen, welche es den Landständen im 17./18. Jahrhundert erlaubten, die Brücke zu den Zuständen vor der Lubliner Union von 1569 zu schlagen und damit eigene Handlungsspielräume im komplizierten ständerechtlichen Beziehungsgefüge zwischen Krone, Unionsstaat und Land bzw. Provinz zu markieren. Andererseits diente sie den Bedürfnissen, das Politikmodell der Landstände dem stetigen Wandel des politischen und rechtlichen Verhältnisses zwischen ständischen Akteuren anzupassen. Da es in jeder Epoche andere Machtkonstellationen waren, die die Beziehungen zwischen den einzelnen Gruppen innerhalb des Landes ebenso wie zwischen Land und Unionsstaat bestimmten, mußte das Land seine ständischen Traditionsbezüge entsprechend je neu formulieren.
Einen vierten Themenkreis über „Klerus und Traditionsbildung“, dem Winfried Eberhard (Leipzig) vorsaß, leitete Krista Zach (München) mit Anmerkungen zum Türken-Stereotyp im Geschichtsdenken einer südosteuropäischen Region ein, wobei sich Referenzbezüge in erster Linie zum Mittelalter - und damit für die Zeit vor der Osmanischen Expansion - zeigten, zur „eigenständigen“ Kirche gleich welcher Denomination ebenso wie zur Sprache und Kultur bzw. zu einer bestimmten ethnischen Gruppe. Am Beispiel der bisher kaum erforschten kirchlichen Führungsschicht in Böhmen und Mähren, die in den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts einen markanten Strukturwandel verzeichnete, zeigte Petr Mat’a (Prag) auf, in welchem Maß Geschichte als Argument im politischen Denken des höheren Klerus herangezogen worden ist. Er stützte seine ausgewogene Analyse in erster Linie auf die bisher unbekannte Schrift „Defensio ecclesiastica dignitatis“, die der Abt von Strahov und ein Domherr aus Olmütz im Jahr 1634, als um die Öffnung der Landesämter für den böhmischen und mährischen Klerus gerungen wurde, gemeinsam verfaßt hatten. Stanis_aw Roszak (Thorn) betrachtete das Verhalten der Bischöfe in der polnisch-litauischen Adelsrepublik gegenüber den kulturellen Wandlungen in der Zeit August des Starken und August III. Mäzenatentum, geistliches Selbstverständnis und die politische Behauptung zwischen traditionellem Sarmatismus und westlichem Aufklärungsdenken standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen, die auf einer Auswertung verschiedener Quellengattungen basierten. Joachim Bahlcke (Leipzig) stellte in seinem Beitrag über Kirchliche Traditionsbildung und politisches Legitimationsstreben beim ungarischen Episkopat im 18. Jahrhundert Formen der Vergegenwärtigung von Vergangenheit beim höheren Klerus in den Ländern der Stephanskrone vor und machte deutlich, wie sich die katholische Kirche zwischen Türkenbefreiung und Josephinismus gleichsam programmatisch als Hüterin der nationalen Vergangenheit des Landes empfahl. Dabei diente ein ganzes Bündel identitätsstiftender, staatstragender Erinnerungen an eine gemeinsame Herkunft und Vorzeit dazu, die Autorität der religiösen Tradition ins Spiel zu bringen.
Der fünfte und letzte Themenkreis - er wurde von Thomas Topfstedt (Leipzig) moderiert - galt Formen der „Visualisierung von Vergangenheiten“. Jan Harasimowicz (Breslau) zeigte am Beispiel der dynastischen Legenden der schlesischen Piasten Wandlungen der Ständischen Identität in den Bildprogrammen der frühen Neuzeit auf, wobei er zwei benachbarte Regionen: Schlesien und Großpolen, einander gegenüberstellte. Diese dynastischen Legenden wurden auf verschiedene Weise über das ganze Land verbreitet, mit Hilfe literarischer Medien (Chronik, Predigt, Drama, Gelegenheitsgedicht) ebenso wie mit Hilfe bildhaft künstlerischer Medien (Stammbaum, Ahnensaal, Mausoleum, Kirchenausstattung). In einem gemeinsam konzipierten Vortrag stellten Tomáš Knoz (Brünn) und Thomas Winkelbauer (Wien) Grablegen, Grabdenkmäler und Wappenzyklen als Quellen für das historisch-genealogische Denken des österreichischen Adels im 16. und frühen 17. Jahrhundert vor. Mit ihren Ausführungen verfolgten sie eine doppelte Absicht. Zum einen sollte auf das familienbezogene Geschichtsbild der adeligen Ständemitglieder als Keim bzw. Zelle des frühneuzeitlichen ständischen Geschichtsdenkens aufmerksam gemacht werden, zum anderen sollte eine häufig vernachlässigte Quellengattung - die dinglichen, bildlichen, epigraphischen und heraldischen Geschichtsquellen - mit ihren auf den ersten Blick nicht immer verständlichen Botschaften näher beleuchtet werden. Die Frage nach dem Verhältnis der mythologischen (antike Motive oder fiktive Genealogien) und realhistorischen Komponente (dynastische Darstellungen, historische Begebenheiten) in den ikonographischen Programmen der Feierlichkeiten stand im Zentrum des Beitrags von Marina Dmitrieva (Leipzig) zur Inszenierung der Geschichte in den habsburgischen und jagiellonischen Festen in der zweiten Hälfte des 16. und am Anfang des 17. Jahrhunderts. Am Beispiel der verschiedenen Repräsentationsformen der Stände im frühneuzeitlichen Österreich ging Friedrich Polleroß (Wien) der Frage von Kunst und historischer Legitimation nach. Die Errichtung von Landhäusern und Landesarchiven im 16. Jahrhundert in Wien, Graz, Linz und Klagenfurt standen danach in Relation bzw. Rivalität zur Bautätigkeit der Landesfürsten. Die Dekorationen dieser Bauten visualisierten durch Wappenreihen und Tugendexempla das zeitgenössische politische Denken bzw. das korporative Selbstverständnis der Stände. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurden diese Repräsentationsformen durch gegenreformatorische Sakralkunst sowie vor allem durch das Medium der Landestopographie abgelöst oder ergänzt. Seit dem späten 17. Jahrhundert kam es dann, und dies ist als Ausdruck der in dieser Phase verstärkten Zentralisierung der habsburgischen Länder zu verstehen, vermehrt zur Einrichtung von „Kaisersälen“ in den Landhäusern sowie zur Errichtung von öffentlichen Denkmälern der Landesfürsten in den Zentralorten.
Eine Veröffentlichung der Vorträge ist in Vorbereitung.
Joachim Bahlcke
Kontaktadresse:
Dr. Joachim Bahlcke -
Dr. Arno Strohmeyer, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur
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0341-9735569,
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