AHF-Information Nr. 79 vom 24.09.1999
Die Leitfrage dieser Tagung hätte vor zehn Jahren noch rein rhetorisch geklungen. Erst in letzter Zeit sind die Instrumente der Beziehungs- und Transfergeschichte sowie des Vergleichs auch auf die Geschichtswissenschaft selbst angewandt worden. Erfreulicherweise ist eine ganze Reihe solcher Arbeiten gegenwärtig kurz vor der Fertigstellung oder bereits abgeschlossen; allerdings sind ihre Ergebnisse noch weitgehend unveröffentlicht. Dies waren Gründe genug für ca. 35 Referentinnen und Referenten sowie Diskutanten, der Einladung von Christoph Conrad und Sebastian Conrad am Zentrum für Vergleichende Geschichte Europas zu folgen und in dessen Räumen an der Freien Universität Berlin zusammen zu kommen. Ermöglicht wurde das Treffen durch die finanzielle Förderung des ZVGE durch die Volkswagen-Stiftung.
In dem Workshop sollte über die Chancen ebenso wie über die Grenzen des komparativen Ansatzes für die Geschichte der Geschichtswissenschaften diskutiert werden. Dabei sollte an Fragestellungen angeknüpft werden, die die Wissenschaftsgeschichte (gerade auch anderer Disziplinen) bzw. die "intellectual history" nicht-akademischer Themen aufgeworfen haben. Präsentiert wurden Einblicke in Forschungsprojekte, die eine vergleichende und beziehungsgeschichtliche Perspektive nicht nur einfordern, sondern auch empirisch umsetzen. Ein weiteres Ziel war, die sonst übliche Beschränkung auf westeuropäische Geschichtswissenschaft durch die konsequente Einbeziehung osteuropäischer und außereuropäischer Historiographien zu durchbrechen. So widmeten sich einzelne Vorträge denn auch nicht nur den klassischen Referenzen Frankreich und Deutschland, sondern Nigeria, Rußland oder Japan. Thematisch waren die Beiträge um drei Problematiken gruppiert:
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des nationalen Paradigmas in der Historiographie-geschichte: verhandelt wurden nationale Spezifika der Geschichtsschreibung, aber auch die entscheidende Rolle der Geschichtswissenschaft bei der Konstituierung der Nation. Stefan Berger (Cardiff) eröffnete die Diskussion mit einem breit angelegten Überblick über die Entwicklung der Geschichtsschreibung in Westeuropa. Er konzentrierte sich auf eine Reihe von gemeinsamen Elementen, deren unterschiedliche Ausprägung erst einen internationalen Vergleich ermögliche. Dazu zählten etwa der Bezug auf einen nationalen Gründungsmythos, eine spezifische Spannung zwischen Objektivitätspostulat und Legitimationsbedürfnis oder der Rekurs auf nationale Charaktereigenschaften. Anhand dieses kategorischen Rasters entwickelte Berger eine Typologie von Fällen, die auch als Rahmen für einen europäischen Vergleich gedacht war. In der anschließenden Diskussion wurden dann einige grundsätzliche Fragen aufgeworfen, denen eine solche Makroperspektive auf die Historiographiegeschichte nicht leicht ausweichen kann: dazu gehörte die Befürchtung, vorschnell Nationalhistoriographien zu konstruieren, anstatt von divergierenden Gruppen, querliegenden Diskursen und konfliktreichen Auseinandersetzungen um Hegemonie auszugehen. An die Debatte über nationale Traditionen der Geschichtsschreibung schloß später auch die Vorstellung eines Projektes an, das in Düsseldorf von Gerd Krumeich geleitet wird ("Historiker und die Nation des Anderen: Deutsche und französische Nationalgeschichtsschreibung 1870-1914"). Patrick Krassnitzer gab einen Überblick über den komparativen Ansatz dieser Forschergruppe, die sich auf Historiker in ihrer Rolle als nation-builder konzentriert. Andreas Eckert (Berlin), der über die Historiographie Nigerias und Senegals referierte, relativierte und ergänzte Bergers Sicht aus der europäischen Metropole. Dabei wurde deutlich, welch enge und kontinuierliche Beziehung die postkoloniale Geschichtsschreibung in Afrika zur europäischen Historiographie pflegte, die eine gemeinsame Sprache, einschlägige Themen und auch einen methodologischen Standard bereitstellte. Zugleich stellte Eckert das Konzept der nationalen Historiographie in Frage, da mittlerweile der Großteil der Historiker 'zu' Afrika nicht mehr 'in' Afrika arbeiten, sondern in Frankreich oder den Vereinigten Staaten; auch in London oder Berlin ließe sich afrikanische Geschichte ebensogut studieren wie an den meisten afrikanischen Universitäten. Zwischen eigener und fremder Geschichtsschreibung zu unterscheiden werde also zunehmend unmöglich - eine Perspektive, die sich möglicherweise auch auf die europäische Geschichtswissenschaft mit Gewinn anwenden ließe.
In der folgenden Sektion stand die nationale Selbstvergewisserung in einer Reihe von Ländern, die nach 1945 einschneidende territoriale Veränderungen erlebt hatten, im Vordergrund. Frank Hadler (Leipzig) beschrieb die explizite Thematisierung der Nation und die Präokkupation mit Fragen des Territoriums in Ostmitteleuropa. Er unterschied dabei die Entwicklung in Polen und der Tschechoslowakei einerseits, wo wiedergewonnene Gebiete im Westen die Verluste im Osten kompensieren konnten, und in Ungarn andererseits, wo das Trauma der enormen Territorialverluste nach dem Ersten Weltkrieg auch nach 1945 fortwirkte (Trianontrauma) und die Historiographie maßgeblich bestimmte. Sebastian Conrad (Berlin) hingegen lokalisierte in der Bundesrepublik und in Japan die nationale Komponente gewissermaßen zwischen den Zeilen einer sich dezidiert übernational gerierenden Nachkriegsgeschichts-schreibung (in der Bundesrepublik war das christliche Europa, in Japan eine marxistisch inspirierte Universalgeschichte der Fluchtpunkt der Interpretationen). Jenseits aller offen ausgetragenen Konkurrenz der Deutungsansätze (politisch, konfessionell, regional) blieb jedoch in beiden Ländern die Geschichtsschreibung dem nationalen Paradigma verhaftet.
Um eine spezifische Form nationaler Geschichtsschreibung ging es im Vortrag von Peter Schöttler (Berlin), der die 'Volksgeschichte' der 30er Jahre mit der frühen Annales-Historiographie verglich. Er untersuchte dazu einerseits die direkten und indirekten Kontakte, wobei die gegenseitigen Rezensionen eine besonders wichtige Quelle darstellten. Daneben beobachtete Schöttler Parallelen auf der Ebene der Ausweitung des methodischen Kanons (etwa die Verwendung von Kartographie oder die Interdisziplinarität). Diese morphologischen Ähnlichkeiten stellte er schließlich in den politischen Kontext beider Historiographien, die auf ganz unterschiedliche Vorstellungen von Gesellschaft, Totalität und Moderne rekurrierten. Inwiefern angesichts dieser Differenzen auch für die deutsche Volksgeschichte von Innovation gesprochen werden könne, war anschließend Gegenstand einer ausführlichen Debatte. Dabei ging es nicht zuletzt um die Frage, ob die wissenschaftlichen Methoden von der politisch-weltanschaulichen Stoßrichtung der Historiographie getrennt betrachtet werden können. Schöttler selbst resümierte, die Volksgeschichte und die Annales seien aufgrund der großen Differenzen im Grunde "nicht vergleichbar".
Diesen Topos der Eigengesetzlichkeit, der nationale Wissenschaftssysteme verpflichtet bleiben, hatte zuvor bereits Martin Sabrow (Potsdam) hervorgehoben. In seinen provokativen Überlegungen, die auf den Fall der DDR-Geschichtswissenschaft bezogen waren, formulierte Sabrow grundsätzliche Einwände gegen die Methode des Vergleichs: die Tendenz sei groß, die Kategorien eines Falles auf den zu vergleichenden Untersuchungsgegenstand zu übertragen und diesen somit begrifflich zu kolonisieren. Ohnehin ließen sich die Objekte des Vergleichs - in diesem Falle nationale Historiographien - nicht so voneinander isolieren, daß der gegenseitige Einfluß ausgeblendet werden könne. An Sabrows Vortrag, der pikanterweise selbst eine Reihe interessanter komparativer Perspektiven eröffnete, schloß sich eine Diskussion über das Verhältnis von Vergleich und Beziehungsgeschichte an, das bis zur Schlußdiskussion ein durchgehendes Thema des Workshops darstellte. An diese Frage knüpfte ferner das Referat von Jörg Hackmann (Lübeck) an, der die Debatte über die Volksgeschichte in einen beziehungsgeschichtlichen Kontext stellte, der bislang nur unzureichend ausgeleuchtet wurde. Denn auch in Polen gab es eine Westforschung, die sich mit den ostmitteleuropäischen Gebieten beschäftigte und in vielerlei Hinsicht als Pendant zur deutschen Ostforschung angesehen werden kann. Hackmann berichtete dabei aber auch über eine Reihe von (nicht zuletzt politischen) Schwierigkeiten, die einem solchen Vergleich auch heute noch entgegenstehen.
Am zweiten Tag war der thematische Bogen nicht weniger weit gespannt, nur ging es stärker um die Praxis von Forschung und Darstellung: auf der einen Seite wurde die Narrativität in den Mittelpunkt gestellt - sei es als Strategie historischer Autoren, sei es als Gegenstand methodischer Selbstreflexion; auf der anderen Seite ging es um Forschungsprogramme zur institutionellen Rahmung der Geschichtswissenschaften.
Der Sektionstitel "Der Inhalt der Form" fand mit seiner Anspielung auf Hayden White sowohl Zustimmung als auch Kritik. Paul Nolte (Bielefeld/Berlin) führte die explorative Anwendung der Kategorien der "Metahistory" auf die zwei großen Synthesen der neueren deutschen Geschichte, die Werke von Thomas Nipperdey und Hans-Ulrich Wehler, vor. Die Ergebnisse waren unerwartet, denn sein Vergleich akzentuierte Nipperdeys strukturgeschichtlichen Blick und Wehlers Vorlieben für Akteure, dramatische Handlungsabläufe und zeitgenössische Stimmen. Beide treffen sich im Versuch, eine Meisterzählung zu gestalten, die zwei kontrastierende Fluchtpunkte vereinen muß: den "deutschen Sonderweg" zum Nationalsozialismus und die erfolgreiche Modernisierung und Demokratisierung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Alexandre Escudier (Genshagen), der gerade seine Dissertation zum Vergleich der Darstellungsweisen in der deutschen und französischen Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert an der EHESS Paris verteidigt hatte, plädierte für eine Beachtung der Selbstreflexion der Autoren über ihre narrativen Strategien. Nicht nur in Vorworten, sondern auch in Briefen, publizistischen Beiträgen oder mitten im Werk fand er Zeugnisse für das Nachdenken über Narrativität, Stilmittel, Wirkung und Überzeugungskraft, die bis auf Droysens Topik aus der Theoriebildung des deutschen Historismus ausgeklammert blieben. Französische Historiker benutzten nicht selten autobiographische Skizzen in den Vorworten ihrer Werke, um Irrwege des Forschens nachzuzeichnen. Wie bei Descartes ging ihr Diskurs über die Methode vom Subjekt des Historikers aus. Die deutsche Geschichtswissenschaft hatte epistemologische Fragen viel früher eigenständig behandelt und konnte sich zur Einleitung empirischer Werke darauf beschränken, von Quellenproblemen zu berichten. Beide nationalen Historikergruppen zeigten ihre Gemeinsamkeiten aber im Interesse an den öffentlichen Effekten ihres Tuns, an der Mitarbeit am Bau der nationalen Identität.
Die Kommentare der beiden Amsterdamer Geschichtstheoretiker Chris Lorenz und Ton Nijhuis wandten sich entschieden dagegen, der poetologischen Analyse allzu viel Erklärungskraft zuzumessen. Zu sehr wären diese Werke Amalgam und Collage aus einer breiten Forschung, zu viele intertextuelle Beziehungen hätten sie miteinander und mit anderen Werken als daß über die Präferenzen und den Stil des vorgeblichen Erzählers alles erklärt werden könnte. Hayden Whites Thesen hätten wie eine Schocktherapie gewirkt, unterstrich Chris Lorenz; sie hätten die Frage der Darstellung wieder zu Bewußtsein gebracht. Aber dort fände die Nützlichkeit seiner Analysen auch ihre Grenze, denn sie verdeckten, daß Historiker Wahrheitsansprüche vorbringen und daß ihre Werke einen Objektbezug haben. Um ihn vergleichend einzuschätzen, brauchte es den Bezug auf die Argumentationen und die "mögliche Geschichte", die den jeweiligen Hintergrund der gewählten Interpretation bildete. Die implizierte Vor- und Nachgeschichte (Nijhuis) oder der Einbezug von virtuellen und "Kontrastgeschichten" (Lorenz) ließen erst die analytischen Entscheidungen der Historiker hervortreten. Nur so ließen sich die Angemessenheit und die Erklärungskraft ihrer Darstellungen vergleichen und beurteilen.
In der Diskussion blieb die Spannung bestehen, die schon am ersten Tag die Beurteiler globaler Geschichtsnarrative und die Archäologen individueller Forschungs- und Darstellungsweisen gegenüber stellte. Immerhin, so kam man sich näher, müßten auch die mitgedachten Alternativen und Möglichkeitsurteile im Text repräsentiert sein, sonst wären sie ja nur dem Fachleser durch seinen Bezug auf die übrige Literatur zugänglich. Multiperspektivität, Intertextualität, Kritik und Abwägung anderer Forschungen, internationale Vergleiche, Selektivität bei Themen und Erklärungen sind solche Mittel, die sich unter dem Dach der "Narrativität" nur mehr schlecht als recht verbergen. Die Übernahme literaturwissenschaftlicher Termini sei oftmals allzu voraussetzungslos erfolgt, warnte deshalb Gadi Algazi.
Matthias Middell (Leipzig) skizzierte ein umfangreiches Forschungsprogramm für eine Geschichte der institutionellen Formen historischen Forschens, Lehrens und Publizierens. Das Ziel eines solchen kollektiven Unternehmens wäre die Verknüpfung der "Ideen- und Sozialgestalt der Disziplinen" (R. vom Bruch). Dabei präsentierte Middell erste Ergebnisse aus dem seit 1996 laufenden Leipziger Projekt, das jeweils von Länderspezialisten historische Kongresse, historische Zeitschriften und - im September 1999 - historische Seminare und Institute behandeln ließ. Fragen der Zuhörer zielten auf die konkreten Fragestellungen eines Untersuchungsrasters, das auch die Wissenschaftspolitik, die Präsentation historischen Wissens, die Verflechtung von Laien und Experten, die Organisation der Forschung sowie die "Steuerung der zentralen Narrative durch Institutionen" und den Kulturtransfer zum Inhalt hatte. In seinen Antworten unterstrich Middell den Wert von primären Basisinformationen, bevor weitergehende Interpretationen und Vergleiche beginnen könnten.
Hier schloß sich Gabriele Lingelbachs (Berlin) Intention an, deren Präsentation die praktischen Probleme einer quantitativen Auswertung von Dissertationen in den USA und Frankreich vorführte. Ohne Kliometrie, so ihre These, schwebe Ideengeschichte allzu leicht im luftleeren Raum. Läßt sich z.B. eine mehr oder weniger nationalfixierte Ausrichtung der historischen Forschung an den Themen und Titeln der in beiden Ländern zentralen Qualifikationsarbeiten ablesen? Zumindest bei der ersten und oft einzigen Monographie vieler Historiker schien nationale Identitätsbildung nicht an erster Stelle zu stehen: große Männer wurden in den USA bis zum Ersten Weltkrieg kaum zum Gegenstand von Dissertationen; viele Arbeiten widmeten sich regionalen, oft sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Themen. Die Verteidiger des textuellen Ansatzes ließen sich nicht so rasch von diesem Forschungsansatz überzeugen, sondern stellten die Aussagekraft bloßer Titel und den Schluß vom spezialisiertem Arbeitsgebiet auf nationalpolitische Abstinenz in Frage.
Das Dissertationsprojekt, das Pavel Kolár (Prag/Berlin) vorstellte, versucht den Vergleich des multiformen Objekts Geschichtswissenschaft anhand von drei ausgewählten Universitäten (Berlin, Prag, Warschau) bearbeitbar zu halten. Sein Hauptproblem ist das ungleiche Gewicht der drei Hochschulen und die Dominanz des Berliner Modells im 19. Jahrhundert. Dieses Problem hat ihn im Laufe seiner Arbeit vom bloßen Vergleich zur Beziehungs- und Transfergeschichte gebracht. Thomas Bohn (Jena) stellte Teilergebnisse seiner Forschungen zur Geschichtsschreibung der Moskauer Schule vor und fragte, wieweit ein Vergleich mit der Lamprechtschule führen könnte. Ihm ging es um Bedingungen und Auslöser für Innovation, d.h. hier den Grad und die Frühzeitigkeit einer historisch-soziologischen Orientierung, wobei er besonders gesellschaftliche Kontexte einzubeziehen suchte.
Den Abschluß bildeten zwei kritische Bilanzen. Die erste übernahm Michael Werner (Paris), dessen eigene Interessen im Bereich der kulturgeschichtlichen Transfergeschichte und der Literaturwissenschaft liegen. Er hob die Beziehung zwischen der vergleichenden Betrachtung einerseits und der fortwährenden Rekonstruktion der Objekte und Konzepte von Historiographiegeschichte andererseits hervor. Es stände kein archimedischer Punkt bereit, um solche Vergleichsfälle von außen zu betrachten. Erst wenn Binnensicht und Außensicht, Wissenschaftsgeschichte und Selbstreflexion, Transfer und Komparatistik verschränkt würden, könne das Programm der Historisierung voll zum Tragen kommen. Ebenso wie Werner betonte Gadi Algazi (Tel Aviv/Berlin), daß Historiker von der Geschichte anderer Disziplinen lernen könnten, daß man "ins Labor gehen" müßte, um die Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen zu beobachten. Außerdem plädierte Algazi für eine noch intensivere Nutzung des Vergleichs: sowohl auf der Makroebene, wo der Platz der Historiker und ihrer Werke in der akademischen Welt und Sozialstruktur bestimmt werden kann, als auch auf der Mikroebene der Forschungspraxis oder der Textsorten, wo Exzerpte, Fußnoten und Illustrationen zu Gegenständen werden. In der Diskussion wurde jedoch davor gewarnt, die Barrieren vor neuen Untersuchungen zum Vergleich, dem Transfer und der Aneignung intellektueller Objekte zu hoch zu bauen. Gerade jüngere Forscherinnen und Forscher sollten vielmehr zu komparativen Studien ermutigt werden. Die Tagung schloß so mit dem Plädoyer, die möglichen Perspektivwechsel (von national zu transnational, von Vergleich zu Transfer, von Außen- und Binnensicht, von Zentrum und Peripherie, von Modell und Rezeption) noch produktiver zu nutzen.
Das Tagungsprogramm ist im Internet unter folgender Adresse einsehbar:
http://www.fu-berlin.de/zvge/histvergl.html
Die Veröffentlichung eines Sammelbandes zum Thema der Tagung ist in Vorbereitung.
Christoph Conrad und Sebastian Conrad
| © | Arbeitsgemeinschaft außeruniversitärer historischer
Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 1999. Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung der AHF. Heruntergeladen von www.ahf-muenchen.de. |