AHF-Information Nr. 20 vom 11.03.1999

Die Gabe verhandeln / Négocier le don au Moyen Age / Negotiating the Gift in the Middle Ages

Arbeitstagung am Deutschen Historischen Institut Paris
vom 11. bis 13. Dezember 1998

Auf Gaben und Geschenke stossen Mittelalterhistoriker auf Schritt und Tritt: Zwischen Herren und Bauern, Lebenden und Verstorbenen, Laien und religiösen Institutionen waren Gegenstände im Umlauf, die in den Quellen als 'Gaben' bezeichnet werden. Dementsprechend haben sich Mediävisten vielfältig des von Marcel Mauss 1925 formulierten Konzepts vom Gabentausch als "totalem sozialen Phänomen" bedient, um die Funktionen von Geschenken als soziale Bindungen und gegenseitige Verpflichtung zu beschreiben.

Die Pariser Tagung, getragen vom Max-Planck-Institut für Geschichte und vom Deutschen Historischen Institut in Paris, und organisiert von Gadi Algazi (Tel Aviv), Valentin Gröbner (Basel) und Bernhard Jussen (Göttingen), hatte sich zum Ziel gesetzt, den Geschenken in den europäischen Gesellschaften zwischen dem Frühmittelalter und der Reformation jenseits Mausscher Modelle nachzuspüren. Angesichts der regen internationalen Diskussion um Gabentausch, Geschenke und Reziprozität, die in den Nachbardisziplinen Ethnologie und Soziologie in den letzten Jahren stattgefunden hat, und angesichts einer Fülle neuerschlossener Quellen und neuer Untersuchungen aus dem Feld der mittelalterlichen wie der frühneuzeitlichen Geschichte sollte methodische Debatte und empirische Recherche zu Geschenken als zentralem Problem vormoderner Vergesellschaftung, als "l'enigme du don" (Maurice Godelier), so eng wie möglich verknüpft werden. Historikerinnen und Historiker aus (vermeintlich) weit auseinanderliegenden Feldern sollten an einen Tisch und ins Gespräch miteinander gebracht werden, und zwar sowohl innerhalb ihrer thematischen wie ihrer chronologischen Schwerpunkte.

"Négocier le don" war als mehrsprachige Arbeitstagung aufgrund vorbereiteter und im Voraus an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versandter Beiträge konzipiert. Ein Reader mit den Texten von neun der elf gehaltenen Vorträge lag allen Beteiligten vier Wochen vor Beginn der Konferenz vor; der Text eines weiteren Beitrags wurde am Vorabend des Treffens verteilt. Der Vorteil dieses Verfahrens war die Konzentration auf das Gespräch, im Wortsinn: Nach der Vorstellung jedes Sprechers durch einen Kommentator und nach einer konzisen, etwa zwanzigminütigen Zusammenfassung des Beitrags entstand so ausreichend Freiraum für inhaltliche und methodische Diskussion - ein Freiraum, vom dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am runden Tisch im Hôtel Duret de Chevry ausgiebig Gebrauch machten.

Die Tagung wurde durch ein kurzes einleitendes Referat des gastgebenden Direktors des Deutsche Historischen Instituts Paris, Prof. Dr. Werner Paravicini, eröffnet. In einem ersten Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Gabe skizzierte Patrick Geary (Universität Notre Dame) in "Gift-Exchange and Social Science Modeling. The Limitations of a construct" Entstehungs- und Wirkungsbereich von Marcel Mauss' Konzept des Gabentauschs. Mauss, zusammen mit seinem Schwiegervater Emil Durkheim einer der Gründerväter der modernen Soziologie und Ethnologie, formierte seinen berühmten Essai "Sur le don" in einer Reihe von zwischen 1920 und 1923 entstandenen Vorträgen und Aufsätzen. Wie der Essai selbst sind diese Texte nicht blosse deskriptive Recherche in weit entfernten vor- und ausserindustriellen Gesellschaften, sondern gleichzeitig sozialpolitischer Aufruf in der Gegenwart. Mauss' Konzept des Gabentauschs als soziale Bindung, Kommunikation und Kooperation ist unter dem unmittelbaren Eindruck der Folgen des Weltkriegs und aktueller Auseinandersetzungen um Sozialversicherung, Sozialismus und Genossenschaftswesen niedergeschrieben. Wenn von Geschenken geredet wird - auch von Geschenken in der Vergangenheit bzw. in entfernten Gesellschaften -, so der Vortragende prägnant, dann wird damit stets auch das Verhältnis zwischen Freiwilligkeit und sozialem Zwang in der Gegenwart verhandelt.

Auch der Beitrag von Egon Flaig (Universität Greifswald) griff den Zusammenhang zwischen "freiwilligem" Geschenk und politischer Herrschaftsordnung am Problem der Legitimität der Geschenke auf und schlug damit zwei Themen an, die die Debatten vieler Tagungsbeiträge in der Folge bestimmten. Anhand des Prozesses gegen den Konsular Silius im Jahr 24 v. Chr. wegen Majestätsbeleidigung rekonstruierte Flaig den Rahmen der politischen Semantik von Verpflichtung, "Freiwilligkeit" und Dankbarkeit, in den sich sowohl die Geschenke an römische Offiziere wie die beneficia des Kaisers einzuschreiben hatten. Die Repräsentation kaiserlicher Autorität beruhte darauf, dass der Kaiser weder seine Herrschaft bestimmten aristokratischen Gruppen zu verdanken hatte noch dass er durch Geschenke zu bestimmten Handlungen zu verpflichten war. Reziprozität gegenüber dem Souverän einzufordern stellte einen mehrfachen Regelverstoss dar, für den der unglückliche Silius mit dem Leben bezahlte.

Das Ritual der Lehensvergabe im hochmittelalterlichen Frankreich stand im Zentrum des Beitrags von Stephen White (Emory Universität, Atlanta). "Service for Fiefs or Fiefs for Service: The Politics of Reciprocity" untersuchte jene inszenierte Reziprozität, in dem der Vasall für seine Dienste vom Herren Lehen erhielt, die ihn wiederum zu weiteren Diensten verpflichteten - ein Modell, das nach wie vor als "Grundlage" der älteren feudalen Gesellschaftsordnung aufgefasst wird, allerdings in den Quellen kaum festzumachen ist und zunehmend unter Kritik geraten ist. White konnte zeigen, das in hochmittelalterlichen Traktaten ebenso wie in den chansons de geste ein weit differenziertes und ambivalenteres Bild der Lehensvergabe als Leistung bzw. Gegenleistung vorherrschte, in denen "falsche Geschenke" Seite an Seite mit sorgfältig ausgehandelten Kontrakten und Formen aristokratischer Patronage erschienen. Reziprozität erscheint gerade in seiner "ursprünglichen" feudalen Form in erster Linie als rhetorische Strategie, die weit komplexere Strukturen umhüllte.

Ludolf Kuchenbuch (Universität Hagen) behandelte in seinem mit grosser Verve vorgetragenen "Geben und Gaben in Grundherrschaften des früheren Mittelalters" die Kodierung solcher Transfers in Besitz- und Einkünfteverzeichnissen des früheren Mittelalters, dem "appropriativen Gedächtnis der Grundherrschaft". Anhand der verwendeten sprachlichen Formen und ihrer Bedeutungsfelder konnte er zeigen, wie vielfältig und nuancenreich das Vokabular des Gebens Verpflichtungen, Risiken und religiöse Konnotationen dieser "donativen Gepflogenheiten" entfaltete; er forderte mit Nachdruck, dem Prozess der schriftlichen Registrierung der Transfers als "Geschenke" oder "Gaben" selbst grösstmögliche Aufmerksamkeit zu widmen. Einen ähnlich breit angelegter Zugang zur früh- und hochmittelalterlichen Nomenklatur des Schenkens, Gebens und Wiedergebens eröffnete der Beitrag von Bernhard Jussen (Max Planck-Institut für Geschichte, Göttingen): "Gift and Heart, Countergift and Deed. A scholarly pattern of interpretation and the language of morality in the Middle Ages", der den Wortfeldern von "munus" und "remuneratio" in den grossen religiösen Textsammlungen des Patrologia Latina und des Corpus Christianorum nachspürte, um implizite Sprachregelungen zu Dankbarkeit, Gegengabe und "guten Werken" und ihre Veränderungen an der Wende zum Hochmittelalter herauszuschälen.

Barbara Rosenwein (Loyola Universität Chicago) verwies unter Rückgriff auf Mauss und auf neue ethnologische Arbeiten zu Begriff und Funktion des Tabus auf die besondere Rolle von Immunitäten in den königlichen Vergabungen von Gütern im fränkischen Reich. Sie arbeitete dabei besonders die geschlechtsspezifischen Codierung dieser Transfers heraus und versuchte eine ethnologische Interpretation bestimmter Exemptionen als Geschenke innerhalb einer geschlechtsspezifischen "Raumordnung" sakralen Charakters. Der Vortrag von Eliana Magnani S.-Christen (Centre d'Etudes Médiévales, Auxerre): "Le don pro anima. Le problème de l'échange et e la "commutation" des personnes et des biens aux XIe-XIIe siècles" erweiterte und vertiefte die religiösen Aspekte des Geschenks bzw. der materiellen Leistungen des Totengedächtnisses im Spannungsfeld zwischen Almosen, "sich-geben" im religiösen Sinn und bezahlter Dienstleistung. Hochmittelalterliche Theologen referierten in ihren Unterscheidungen zwischen temporalia und caelestia die Möglichkeit der Zirkulation von Gütern zwischen irdischen und himmlischen Sphären. Diese Geschenkbeziehungen unterstrichen nicht nur die Rolle der Mönchsgemeinschaften als hochspezialisierte Vermittler zwischen beiden Bereichen, sondern enthielten deutliche Echos jener sehr irdischen Geschenke, mit denen seigneurale Herrschaftsverhältnisse repräsentiert wurden.

Die Formen, in denen diese ländlichen Herrschaftsverhältnisse im ausgehenden Mittelalter mit und durch Geschenke verhandelt wurden, bildeten den Brennpunkt der Untersuchung von Gadi Algazi (Universität Tel Aviv): "Feigned Reciprocities. Lords, Peasants, and the Afterlife of Late Medieval Strategies", der anhand bäuerlicher Weistümer die Konflikte um die Gastungspflicht des Dorfes im 15. Jahrhundert und ihr Nachleben in der bäuerlichen Erinnerung rekonstruiert. Die vermeintliche Tradition von Gegenseitigkeit und "freiwilligen" Geschenken erweist sich als unter unmittelbarem herrschaftlichen Druck diktierte Form. Mit einem Sprung in die städtische Welt des späteren Mittelalters beschrieb Valentin Groebner (Universität Basel) in "The Guard's Offer. Gifts, Corruption and the Visualization of the Invisible in Renaissance Basel" jene demonstrativen Geschenke, die in städtischen Ritualen und Repräsentationen von politischer Legitimität eine zentrale Rolle spielten. Diese sichtbaren Gaben wurden in der zeitgenössischen Wahrnehmung allerdings ergänzt um unsichtbare, verunreinigende und illegale Transfers, denen in innerstädtischen Konflikten und eidgenössischen Auseinandersetzungen um "schmutziges Geld" eine zunehmend prominente Rolle zukam. Anhand der Figur des Stadtknechts, der als ambivalente Personifikation obrigkeitlicher Gewalt als Verteiler legaler Geschenke auf der einen, als Empfänger erpresster Schutzgelder auf der anderen Seite erschien, liess sich städtische Benennungsmacht von "öffentlich" versus "geheim" ebenso analysieren wie die mehrdeutigen Bilder gefährlicher Gaben, die Hans Holbein nach dem Sturz des Bürgermeisters wegen illegaler Geschenke 1521/22 in den Basler Grossratssaal malte.

Daran anschliessend lieferte Alexander Nagel (Universität Toronto) mit seinem Beitrag "Liberal Art and Reformist critique: Competing discourses of the gift in Renaissance art" einen Überblick über die erfolgreiche Durchsetzung des Konzepts von Kunst als "reiner Gabe" im Umkreis höfischer Auftraggeber im Florenz und Rom des 16. Jahrhunderts - gegenüber älteren Modi der Werteinschätzung eines Gemäldes nach Art und Preis der verwendeten Materialien. Anhand der Briefe zwischen Vittoria Colonna und Michelangelo und einiger Passagen aus Vasari zeigte Nagel schliesslich die Integration reformkatholischer Frömmigkeitsdiskurse in das Reden über Kunst als ein dem monetären Austausch grundsätzlich enthobenes (wenn auch nicht entzogenes) "Geschenk". Michael Harbsmeier (Universität Odense) griff in seinem abschliessenden "Gifts and Discoveries: On the role of gift-exchange in early modern narratives of exploration and discovery" erneut auf die klassische Ethnologie der Jahrhundertwende zurück, auf Marcel Mauss' berühmte Formulierung, in der Gabe begännen die Grenzen zwischen Menschen und Dingen zu verschwimmen, und auf Levi-Bruhls Konzept einer "mentalité primitive". In den frühen Reiseberichten aus der neuen Welt spielten zwischen Eingeborenen und europäischen Kolonisatoren ausgetauschte Geschenke eine zentrale Rolle. Freilich kaum im Sinne von Bindung und Gegenseitigkeit, sondern von Konflikt und Übermächtigung, und diese Transfers schlossen selbstverständlich Menschen als ausgetauschte Gaben in Form von Geiseln, Gefangenen, Sklaven ein. So konnte Harbsmeier schliesslich ein Geschenk selbst zu Wort kommen lassen, den deutschen Söldner Hans von Staden, dessen Beschreibung seiner Gefangennahme und "Vergabung" durch brasilianische Ureinwohner ungewöhnliche Einblicke in zeitgenössische Wahrnehmungsmuster von Geschenk und Gabentausch ermöglichte.

David Sabean (Universität von Kalifornien, Los Angeles) und Natalie Zemon Davis (Universität Princeton / Universität Toronto) bündelten in ihrer Zusammenfassung der Beiträge und Debatten am Sonntagmorgen die auf der Tagung aufgeworfenen "Grenzen der Reziprozität" in den Geschenkbeziehungen und Geschenkdiskursen des europäischen Mittelalters. Geschenke, so Davis, spielten in den Jahrhunderten zwischen Frühmittelalter und Reformation ihre Rolle stets in einer "gemischten Ökonomie"; sie erschufen keine Alternative zu Kauf und Marktökonomie, sondern traten kombiniert mit monetarisierten Löhnen, Preisen usw. auf, und aus dieser Gemengelage und Nähe bezogen sie ihre besonderen Funktionen und Wirkungen als "Extra", Trinkgeld, Verausgabung. Versprechen und Erwartung waren dabei konstitutiv: Geschenke waren dadurch definiert, dass sie ambivalente und unabgeschlossene Verhältnisse schufen: Im Gegensatz zur Bezahlung, die eine Transaktion beendete, enthielt ein Geschenk ein (nicht unbedingt immer eingehaltenes) Versprechen auf Fortsetzung - und in diesem Erwartungshorizont entfalteten Begriffe wie gratia oder remuneratio ihre Wirkung. Geschenke, hob David Sabean weiter hervor, sind als konfliktorientierte kollektive Konstruktionen zu untersuchen, mit denen Legitimität und Gewaltverhältnisse verhandelt wurden. Die Codierung von "Reziprozität", selbst das Resultat eines sozialen Prozesses, kann nicht einfach als Basis oder Grundlage sozialer Kohäsion postuliert werden, wie es in der älteren Soziologie und Geschichtswissenschaft geschieht. Reziprozität ist nicht nur Integration und Friedensschluss: Reziprozität ist gleichzeitig ein Grundmuster von Konkurrenz und Konflikt.

Was ein Geschenk ist, so wurde in der lebhaften Abschlussdebatte noch einmal deutlich, wurde im Mittelalter von oben definiert, vom Stärkeren. Geschenke erschufen und repräsentierten grundsätzlich asymmetrische Beziehungen. Jedes Geschenk war von Ungesagtem, Unsagbarem, stillschweigend vorausgesetztem Wissen oder verordnetem Nicht-Benennen umgeben. Nicht nur, dass bestimmte Personen vom vermeintlich verpflichtenden Charakter der Gabe ausdrücklich ausgenommen waren (man konnte sich weder Gott noch den Souverän durch Geschenke "verpflichten", wie mittelalterliche Autoren immer wieder versicherten): Grundsätzlich bedrohte jede Gegengabe den Status eines Transfers als 'Geschenk'. Dementsprechend die Rhetorik der Subsidiarität, die die Gabe einrahmte. Ein Geschenk musste seine eigene "Unzulänglichkeit", seinen Charakter als Kleinigkeit, Geste, Fast-nicht-Transfer hervorheben, um wirksam zu sein. Die Gegenleistung sollte stets immateriell sein, nämlich Dankbarkeit, Loyalität, Disposition zukünftigen Verhaltens: Und dementsprechend situierte sich jedes Geschenk in einer zeitlichen Abfolge. Ein Geschenk konnte stets nur a posteriori, also im Nachhinein, als "bindend" interpretiert werden. Die Geschenke der Vormoderne stellten manipulative Handlungen dar, die es dem Sprecher - demjenigen, der bestimmte, was ein Geschenk war und was nicht - ermöglichten, sich gewissermassen eigennützig in der Zeit zu bewegen. Der als Geschenk benannte Transfer konnte also entweder Belohnung für etwas Vergangenes oder Versprechen auf Zukünftiges sein.

Als Versprechen auf Zukünftiges wurden schliesslich auch die Forschungsdesiderata angesprochen, die auf der Tagung deutlich wurden. Mehrere Teilnehmer regten an, dem Verhältnis zwischen Geschenken und Geld vor allem im hohen und späteren Mittelalter intensivere Aufmerksamkeit zu widmen; ähnlich wurde angemahnt, die Funktionen der Geschenke am Hof und in den entstehenden obrigkeitlichen Verwaltungen genauer zu untersuchen. Weitere Beschäftigung verdienten die auf der Tagung mehrfach angesprochenen geschlechtspezifischen Aspekte. In der Rhetorik der "offiziellen" Geschenktransfers zwischen Männern in Mittelalter und Renaissance bedrohten Frauen die Legitimität dieser Transfers und verwandelten sie tendenziell in illegale oder korrumpierende Gaben.

Der Erfolg der Tagung "Négocier le don au Moyen Age" macht die Bedeutung des Themas für eine interdisziplinäre und methodisch innovative Geschichtswissenschaft deutlich. Eine Veröffentlichung der Beiträge ist vorgesehen.

Weitere Informationen bei Bernhard Jussen, Max Planck-Institut für Geschichte, Hermann Föge-Weg 11, D-37073 Göttingen, email: jussen@mpig.gwdg.de, und Valentin Groebner, Historisches Seminar der Universität Basel, Hirschgässlein 21, CH-4051 Basel, email: groebner@ubaclu.unibas.ch.


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