SÜDOSTDEUTSCHE HISTORISCHE KOMMISSION

Die Südostdeutsche Historische Kommission wurde im März 1957 am Sitz des Südost-Instituts in München gegründet. Seit 1988 hat die Kommission ihren Sitz in Tübingen. Bis 1975 erfuhr sie eine institutionelle Förderung durch das Bundesministerium des Innern in Bonn. 1976 wurde die Kommission dem Herder-Forschungsrat in Marburg a.d.L. zugeordnet. Bis 1975 waren zahlreiche Aktivitäten (Tagungen, Seminare, Vortragsreihe und Publikationen) möglich. Seit dem Wegfall der institutionellen Förderungen beschränkt sich die Kommission darauf, eine Jahrestagung und ein Nachwuchsseminar durchzuführen. Die Buchreihe der Kommission und die Zeitschrift „Südostdeutsches Archiv“ werden seit 1958 herausgegeben.

Aufgabe der Kommission sei es, schrieb Balduin Saria 1967, „die Geschichte der verschiedenen südostdeutschen Volksgruppen im weitesten Sinne zu erforschen, d.h. nicht nur ihre Geschichte, sondern auch deren Sprache, Literatur, Kunst, Volks- und Landeskunde und vor allem auch das Verhältnis dieser Gruppen zu den anderen Völkern dieses Raumes. Zum Aufgabenbereich der Kommission sollte also das gesamte Deutschtum innerhalb des Karpatenbogens und darüber hinaus das buchenländische, bessarabische und Dobrudscha-Deutschtum gehören“. Die Südostdeutsche Historische Kommission vereint Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen und bevorzugt interdisziplinäre Forschungen. Seit der Wende in Südosteuropa kann die (auch vorher vorhandene, aber oft durch politische Zwänge behinderte) Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den Ländern Südosteuropas fortgesetzt werden. Die Jahrestagung, die abwechselnd in Deutschland und Österreich stattfindet, konnte 1995 zum ersten Mal als Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Europa-Institut in Budapest abgehalten werden.

Veröffentlichungen in der Buchreihe und im Südostdeutschen Archiv widerspiegeln die einzelnen Jahrestagungen.

Die Tätigkeit junger Wissenschaftler wird durch Nachwuchsseminare gefördert. Das erste derartige Seminar fand 1963 in Eisenstadt statt. Bis 1972 konnten die Seminare regelmäßig durchgeführt werden. Danach gab es eine Zäsur bis 1988, und seither erfreuen sich die Nachwuchsseminare, an denen auch junge Wissenschaftler aus Südosteuropa teilnehmen, immer größerer Beliebtheit.

Adresse: Südostdeutsche Historische Kommission
Mohlstraße 18
72074 Tübingen
Tel.: 07071-200-2514
Fax: 07071-200-2535
E-Mail: mathias.beer@idgl.bwl.de
Internet: http://www.idglbw.de
Vorsitzender: Prof. Dr. Harald Heppner (Graz)
Geschäftsführer: Dr. Mathias Beer

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