STIFTUNG RHEINISCH-WESTFÄLISCHES WIRTSCHAFTSARCHIV ZU KÖLN

Die Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv (RWWA), das älteste regionale Wirtschaftsarchiv der Welt (gegründet 1906), ist tätig als Einrichtung der Selbstverwaltung der Wirtschaft in enger räumlicher Verbindung mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Seit 1941 (Gründung des Westfälischen Wirtschaftsarchivs in Dortmund) umfasst das RWWA nur noch den Sprengel Rheinland.

Das RWWA erfasst und erschließt historisch bedeutsame Quellen aus Unternehmen, Kammern, Innungen und Verbänden sowie von Unternehmern. Dazu gehören ältere Akten und Geschäftsbücher ebenso wie Drucksachen. Die ca. 450 Bestände des Archivs lagern in einem Magazinbau im Gewerbegebiet Köln-Feldkassel. Besuchern stehen umfangreiche Findmittel (Datenbank, Findbücher, Listen, Karteien) zur Verfügung, anhand derer die in Frage kommenden Quellen zur Benutzung in den Verwaltungsräumen vorbestellt werden können.

Das Archiv ist Zulieferer gegenüber der Geschichtsforschung. Es fördert die Forschung durch eigene Veröffentlichungen zur regionalen Wirtschaftsgeschichte. Seit 1910 erscheinen die Schriften zur rheinisch-westfälischen Wirtschaftsgeschichte mit inzwischen über 50 Bänden. Zum 100-jährigen Bestehen des RWWA erschien in der Schriftenreihe im Dezember 2006 die Festschrift "Zukunft im Sinn - Vergangenheit in den Akten" von Dr. Ulrich S. Soénius. Eng verbunden mit dem RWWA ist die Rheinisch-Westfälische Abteilung des Forschungsinstituts für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität zu Köln, das seit 1969 die Kölner Vorträge und Abhandlungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte herausgibt (43 Bände).

Das RWWA erfüllt seine archivpflegerischen und beratenden Aufgaben in Verbindung mit der Kammerorganisation der gewerblichen Wirtschaft. Zum Service des Wirtschaftsarchivs gehören die Beratung und Hilfe beim Aufbau unternehmenseigener Archive oder auch bei der Planung unternehmensinterner Publikationen aus Anlass von Firmenjubiläen. Das Wirtschaftsarchiv unterhält selbst eine der größten deutschen Spezialbibliotheken für Firmen- und Verbandsschrifttum.

Folgende Spezialsammlungen und Dokumentationen stehen im RWWA den Benutzern neben den Archivalienbeständen zur Verfügung:

Firmenfestschriften, Festschriften von Kammern und Verbänden, Dokumentation Firmengeschichte, Personenarchiv, Geschäftsberichte, Werkzeitschriften, Kölner Adressbücher (1797-1973), Notgeldsammlung, Papiersiegel, Spezialdokumentation zu verschiedenen Themen: Archive, Museen, Technik, Produkte, Branchen, Städte u.s.w.

Der Benutzerkreis des Kölner Wirtschaftsarchivs setzt sich aus allen Bereichen der interessierten Öffentlichkeit und der Wissenschaft zusammen. Das RWWA ist darüber hinaus Serviceeinrichtung für die Industrie- und Handelskammern bei historischen Anfragen. Die Bestände des Archivs sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, uneingeschränkt benutzbar. Die Bestände der Körperschaften des öffentlichen Rechts unterliegen in der Benutzung dem Archivgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen. Bezüglich der Sperrfristen gelten dessen Bestimmungen auch für die privaten Bestände. Im Lesesaal stehen Reader-Printer und DV-Arbeitsplätze zur Verfügung.

Adresse: Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln
Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln
Besucheradresse: Gereonstraße 5-11, 50670 Köln
Tel.: 0221-1640-800
Fax: 0221-1640-829
E-Mail: rwwa@koeln.ihk.de
Internet: www.rwwa.de
Direktor:

Dr. Ulrich S. Soénius

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012.
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