SEKTION HISTORISCHE BILDUNGSFORSCHUNG DER
DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT

Die Sektion Historische Bildungsforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) befaßt sich mit dem geschichtlichen Aspekt der von der Erziehungswissenschaft zu behandelnden Probleme, fördert bildungshistorische Forschung, koordiniert die entsprechende Arbeit ihrer Mitglieder (derzeit 304) und regt Forschungen auf diesem Gebiet an. Mitglieder sind Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit einen Beitrag zu den Aufgaben der Sektion leisten. Es gibt eine ordentliche, eine assoziierte und eine Gastmitgliedschaft. Der für jeweils zwei Jahre gewählte Vorstand wird durch einen ebenfalls für zwei Jahre gewählten wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Siehe auch: http://www.bbf.dipf.de/hk/index.htm

Aktivitäten

Die Sektion hat in den letzten Jahren ein reges wissenschaftliches Leben entfaltet, über das seit 1992 ein für ihre Mitglieder herausgegebener und nunmehr jährlich erscheinender Rundbrief berichtet (Tagungen, Publikationen, bildungshistorische Forschungsprojekte, fachspezifische Nachrichten und Hinweise etc). Darüber hinaus bietet er einen nützlichen Service: die Neuerscheinungen zur Erziehungs- und Bildungsgeschichte werden in Form von Selbstanzeigen erfasst und veröffentlicht.

Ergänzend zum Rundbrief unterhält die Sektion in Kooperation mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF, Berlin) seit 1999 das bildungshistorische Online-Portal Historische Bildungsforschung Online (HBO) mit einer angeschlossenen Mailingliste: http://www.bbf.dipf.de/hbo, das die Informationen des Rundbriefes aufgreift und erweitert und damit einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich macht.

Weiter publiziert die Sektion das Jahrbuch für Historische Bildungsforschung. Das Jahrbuch greift die in den letzten Jahren erfolgte außerordentliche Ausdifferenzierung der historisch-pädagogischen Forschung in Deutschland auf, fokussiert sie thematisch und bietet ein interdisziplinäres Forum, auf dem neue Forschungen entfaltet, präsentiert und diskutiert werden können. Das Jahrbuch hat die Rubriken: Hauptthema, Abhandlungen, Quelle und Kommentar, Diskussion und Kritik, Erinnerung und Reflexion. – Die bislang vorliegenden Bände behandeln u.a.: Schulforschung, Reformpädagogik, Jugendforschung, Zeitgeschichte (Bd. 1); Erziehung im Mittelalter und der Frühen Neuzeit, Kindheiten im 19. und 20. Jahrhundert, Weibliche Lebensentwürfe (Bd. 2); Luther – Pestalozzi – Campe im Gedenkjahr 1998, Weibliche Lebensentwürfe, Historische Bildungssystemforschung (Bd. 3); Bildungsgeschichtliche Vergegenwärtigungen: Melanchthon – Jesuitenkollegs – Sebastian Kneipp – 100 Jahre Landerziehungsheime, Zur Bildungsgeschichte des Bildungsbürgertums, Bildungsgeschichtliche Aspekte der Wissenschaftsgeschichte nach 1945 (Bd. 4); Perspektiven des 18. Jahrhunderts: Schule – Nation – Militär (Bd. 5); Kindheiten, Lager als Erziehungsform, Wissensvermittlung im 18. Jh., Schulbauarchitektur, Volkshochschularbeit in der Weimarer Republik, Bildung und Wissen im Mittelalter, Flakhelfer-Generation in der DDR (Bd. 6); Reformpädagogik in Diktaturen u.a. (Band 7); Kolonialpädagogik, Pädagogik in sozialen Bewegungen (Bd. 8); Pädagogik in Diktaturen: Militarismus und Nationalsozialismus (Bd. 9); Pädagogik der Arbeiterbewegung, Kulturbeziehungen, Schul- und Jugendpolitik (Bd. 10); Gesundheit, Körperlichkeit, Erziehung (Bd.11).

In einem Rhythmus von zwei Jahren veranstaltet die Sektion jeweils im September ihre Jahrestagungen, die sich zunehmend interdisziplinär öffnen. Die letzten Jahrestagungen beschäftigten sich mit: Bilanz der Reformpädagogik (1991); Die Entwicklung der Pädagogik in Deutschland von 1945 bis Ende der 50er Jahre (1993); Bilder als Quellen der Erziehungsgeschichte (1995); Professionalisierung pädagogischer Berufe im Historischen Prozeß (1997); Das öffentliche Bildungswesen. Historische Entwicklung – Gesellschaftliche Funktion – Pädagogischer Streit (1999); Die pädagogische Gestaltung des Raums – Geschichte und Modernität (2001); Erfolg oder Misserfolg: Urteile und Bilanzen in der Historiographie der Erziehung (2003); Politikgeschichte - Sozialgeschichte - Ideengeschichte. Die Wiedergewinnung des Politischen in der historischen Bildungsforschung (2005). Seit 1995 werden die Beiträge und Ergebnisse der Jahrestagungen (im Verlag Julius Klinkhardt) publiziert.

Der Förderung und Integration des wissenschaftlichen Nachwuchses dient eine eigene Nachwuchstagung, die erstmals im März 1997 durchgeführt wurde und seither im zweijährigen Rhythmus alternierend zu den Jahrestagungen im September stattfindet. Seit 2002 verleiht die Sektion zudem den Julius-Klinkhardt-Preis zur Förderung des Nachwuchses in der Historischen Bildungsforschung.

Innerhalb der Sektion Historische Bildungsforschung gibt es weitere ständige Arbeitsgruppen: die Arbeitsgemeinschaft Schulmuseen und Schulgeschichtliche Sammlungen, den Arbeitskreis Vormoderne Erziehungsgeschichte (AVE) sowie den Arbeitskreis Historische Familienforschung (AHFF); darüber hinaus ist die Sektion auch im Vorstand der International standing Conference for the history of education (ISCHE) personell vertreten.

Adresse: Sektion Historische Bildungsforschung der 
Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 
Prof. Dr. Karin Prim,
University of Luxembourg, Campus Walferdange,
Route de Diekirch, B.P.2, 
7220 Walferdange
Luxembourg
Tel.: 0035/246-66449741
E-Mail: karin.priem@uni.lu
Internet: http://www.fachportal-paedagogik.de/hbo/
Vorsitzende: Prof. Dr. Karin Priem (Schwäbisch Gmünd)
Stellvertreter: Prof. Dr. Eva Matthes (Augsburg)
Dr. Ina Uphoff (Würzburg) 

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012.
www.ahf-muenchen.de