SCHWÄBISCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT e.V.

Die "Schwäbische Forschungsgemeinschaft" wurde am 18. Oktober 1949 in Augsburg als selbständige Einrichtung der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften begründet. Der damalige Vorsitzende der Kommission, Max Spindler, überreichte den 26 Gründungsmitgliedern Urkunden über ihre Mitgliedschaft. Dem ersten Vorstand gehörten Götz Frhr. von Pölnitz (Fugger-Archivar, wissenschaftlicher Vorstand bis 1960), Friedrich Zoepfl (Bistumshistoriker), Alfred Weitnauer (Bezirksheimatpfleger) und Eduard Nübling (Stadtschulrat, geschäftsführender Vorstand bis 1979) an.

Seit 1980 arbeitet die Schwäbische Forschungsgemeinschaft eng mit dem 1974 bzw. 1980 eingerichteten Lehrstuhl für Bayerische bzw. Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg zusammen. Nach der rechtlichen Verselbständigung der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft (e.V.) 1993 bestand – und besteht weiterhin – eine enge inhaltliche Verbundenheit mit der Kommission für bayerische Landesgeschichte, was seitens der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Wissenschaftsministeriums durch die Einrichtung einer eigenen "Schwäbischen Forschungsstelle Augsburg der Kommission für bayerische Landesgeschichte" zum Ausdruck gebracht wurde. Der 1. Vorsitzende der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft ist zugleich Leiter der Schwäbischen Forschungsstelle der Kommission.

Die Zahl der Mitglieder der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft beträgt laut derzeit gültiger Satzung höchstens 30 Personen, wobei Mitglieder, die älter als 70 Jahre sind, und solche, die ihren Wohnsitz außerhalb Bayerns oder des schwäbisch-alemannischen Raumes haben, nicht eingerechnet werden. Zum Jahresende 2005 zählte die Schwäbische Forschungsgemeinschaft insgesamt 52 Mitglieder aus den Fachrichtungen Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Denkmalpflege, Geographie, Literaturwissenschaften, Sprachwissenschaften und Volkskunde. Sie unterhielt von 1989 bis 1999 eine Forschungsstelle für Auswanderungsgeschichte. Des weiteren betreibt sie einen Eigenverlag mit Archiv.

Aufgabe der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft ist "die planmäßige wissenschaftliche Erforschung und Bearbeitung der Geschichte und Landeskunde Bayerisch-Schwabens und die Veröffentlichung entsprechender Quellen und Forschungsergebnisse". Zur Erfüllung ihrer Aufgabe betraut sie geeignete Fachleute und sorgt für die Herausgabe der Arbeitsergebnisse in insgesamt elf wissenschaftlichen Publikationsreihen:

Die Schwäbische Forschungsstelle Augsburg der Kommission für bayerische Landesgeschichte gibt folgende Publikationen heraus:

Die Schwäbische Forschungsstelle Augsburg arbeitet außerdem im Rahmen der schwäbischen Publikationen der Kommission für bayerische Landesgeschichte beim "Historischen Atlas von Bayern", dem "Historischen Ortsnamenbuch von Bayern" und der "Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte" mit.

Adresse: Schwäbische Forschungsgemeinschaft e.V.
und Schwäbische Forschungsstelle Augsburg
der Kommission für bayerische Landesgeschichte
bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Eichleitnerstraße 30
86159 Augsburg
Tel.: 0821-596841 und 576442
Fax: 0821-572822
E-Mail: sfa@kbl.badw.de
Internet: http://www.kbl.badw.de/sfa/sfg.htm
1. Vorsitzender der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft: Prof. Dr. Rolf Kießling
2. Vorsitzender der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft: Dr. Helmut Gier
Ehrenamtl. Leiter der Schwäbischen Forschungsstelle Augsburg: Prof. Dr. Rolf Kießling

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012.
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