Das Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse (MFA) ist als gemeinnütziger Verein 1965 von Bibliotheken und Archiven gegründet worden. Sie besitzen Zeitungsbestände und sind an ihrer Nutzung interessiert. Aufgabe des Vereins ist, die Zeitung durch Konversion auf Mikrorollfilm 35 mm unperforiert in kompletten Reihen dauerhaft zu erhalten und sie Benutzern zur Verfügung zu stellen.
Damit sollte ein ganzes Bündel von Zielen erreicht werden:
Heute gehören dem MFA 110 Mitglieder an, davon sind 97 Institutionen. Das 9. Bestandsverzeichnis 1994 umfasste gut 300 zweispaltige Seiten Katalogteil, das 10. schon mehr als 460. Im Juni 2003 ist das 11. Bestandsverzeichnis erschienen. Von seinen 900 Seiten entfallen auf den Katalogteil 640 zweispaltige Seiten. Mehr als 220 Seiten Register führen auf verschiedene Weise direkt zum Titel, während der bibliographische Teil wie bisher alphabetisch nach Orten und innerhalb der Orte nach Titel angelegt ist. Der Band ist im Vistas-Verlag Berlin erschienen und kann über den Buchhandel bezogen werden. Seit dem Frühjahr 2004 hat es mehrere Aktualisierungen gegeben, die bisher nur über das Internet zugänglich sind.
Das Bestandsverzeichnis (11. Ausgabe) weist deutsche Periodikatitel, speziell Zeitungen aus 54 Ländern und über 1300 Orten nach. Davon sind mehr als 860 Orte innerhalb der Bundesrepublik gelegen. Es enthält neben den bibliographischen Angaben zu den Verfilmungen des MFA und seiner Mitglieder die deutschsprachigen Verfilmungen der British Newspaper Library und der Bibliothèque Nationale de France. Außerdem sind bei den Arbeitsfilmen auch zahlreiche Angaben zu den Beständen von Einrichtungen aufgenommen worden, die nicht dem Mikrofilmarchiv angehören. Dieser Nachweis wird ausgebaut. 1999 ist zu diesem Zweck eine Umfrage bei 300 Archiven in Nordrhein-Westfalen durchgeführt worden. Durch den Beitritt der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Universitäts- und Landesbibliothek Münster sind die Nachweise erheblich erweitert worden.
1999 ist erstmalig eine Hauszeitschrift des Mikrofilmarchivs erschienen, die neben Kurznachrichten vor allem über die Neuverfilmungen 1998/99 berichtet hat. Die wichtigsten Beiträge sind auf einer Beilage ins Englische übersetzt worden, da Mikrofilme deutschsprachiger Periodika, vor allem Zeitungen, im Ausland immer stärker gefragt werden. Die Zeitungs- Mikrofilm-Nachrichten, so der Titel der Hauszeitschrift, sind bisher elf Mal erschienen, geplant ist weiterhin eine jährliche Ausgabe mit Ausnahme der Jahre, in denen ein Bestandsverzeichnis vorgelegt wird. Sie ist kostenlos von der Geschäftsstelle des Mikrofilmarchivs zu beziehen.
Das MFA ist als benutzerorientierte Einrichtung bereit und in der Lage, Anregungen auf Verfilmung, die sich aus Forschungsprojekten, in vielen Fällen Examensarbeiten (vor allem Dissertationen) ergeben, aufzunehmen. Hilfreich ist es, wenn die Vorschläge mit Hinweisen auf wenigstens Teilüberlieferungen in Bibliotheken und Archiven verknüpft werden. Die Verfilmung selbst ist ein technisch völlig ausgereiftes Verfahren, das Filme entstehen lässt, die nach heutiger Abschätzung mindestens 500 bis 1000 Jahre gebrauchsfähig bleiben, sofern sie in guter Qualität hergestellt und unter optimalen Bedingungen gelagert werden. Der (analoge) Mikrofilm lässt sich mit gutem Ergebnis scannen (als Image digitalisieren) und beispielsweise mit einer Software nach Tagesdaten aufrufen. Programme zur Buchstabenerkennung (OCR), die erfolgreich die automatische Digitalisierung/Indexierung ermöglichen, sind noch nicht bekannt.
| Adresse: | Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse e.V. Königswall 18 44122 Dortmund |
| Tel.: | 0231-50-23 249 |
| Fax: | 0231-50-26 018 |
| E-Mail: | HansBohrmann@web.de |
| Internet: | http://www.mfa-dortmund.de |
| Vorsitzende: | Dr. Annette Gerlach (Berlin) |
| Geschäftsführer: | Prof. Dr. Hans Bohrmann |
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Arbeitsgemeinschaft historischer
Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012. |