Das Institut für Zeitungsforschung wurde 1926 als Teil der damaligen Stadtbibliothek und heutigen Stadt- und Landesbibliothek gegründet. 1952 wurde es als selbständiges Kulturinstitut der Stadt Dortmund eingerichtet. Seit 1995 ist es Teil des Eigenbetriebs Kulturbetriebe, Geschäftsbereich Bibliotheken.
Das Institut erfüllt bibliothekarische, archivarische und dokumentarische Aufgaben auf dem Gebiet der Presse (Zeitungen, Wochenzeitungen, Zeitschriften u.ä.) vor dem Medienhintergrund der jeweiligen Zeit seit der Begründung des Pressewesens im 17. Jahrhundert. Schwerpunkte des Sammel- und Forschungsinteresses liegen in der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Fachbibliothek ist die größte ihrer Art in Deutschland und enthält mehr als 60600 Monographien sowie die entsprechenden Fachzeitschriften aus dem In- und Ausland. Die Monographien und Aufsätze aus Zeitschriften und Zeitungen können durch den Auswärtigen Leihverkehr – auch online über den Katalog des Hochschulbibliothekszentrums Köln – bestellt werden.
Das Pressearchiv enthält mehr als 23000 Zeitungsbände, 109000 Mikrofilmrollen und 35700 Zeitschriftenbände. Bei den Zeitungsbänden und Mikrofilmrollen handelt es sich um aktuelle und historische Zeitungen, die Zeitschriften sind Publikationen der Journalisten- und Verlegerverbände, Rundfunkzeitschriften, aktuelle und historische Illustrierte, Satireblätter u.ä. Alle o.g. Veröffentlichungen sind unverzichtbares Quellenmaterial für die Presseforschung.
Gesammelt werden auch politische Plakate (circa 6500), nicht periodische Nachrichtendrucke aus dem 17. Jahrhundert (circa 1100), Flugblätter und Flugschriften, Karikaturen und circa 80 Nachlässe und Teilnachlässe. Den Schwerpunkt der Nachlässe bilden deutsche Journalisten des Exils 1933-1945, Zeitungsforscher und Pressezeichner des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Findbücher zu den Nachlässen kann eingesehen werden über die Homepage des Instituts (www.zeitungsforschung.de).
Zur aktuellen Sammlung gehören circa 70 abonnierte Tages- und Wochenzeitungen und 120 Zeitschriften.
Die Monographen des Instituts sind größtenteils elektronisch erschlossen und durch ein Personen-, Titel-, Sach- und Schlagwortregister sehr gut zu ermitteln. Die Zeitungstitel und ein Teil der Zeitschriftentitel sind eingegeben in die Zeitschriftendatenbank und online zu recherchieren unter www.zdb-opac.de.
Die Pressedokumentationsstelle wertet ausgewählte Tages- und Wochenzeitungen und Fachzeitschriften unter dem Aspekt der Medienberichterstattung aus und erfasst die systematisierten Artikel auf CD-ROM, die im Institut benutzt werden kann.
Die Benutzung des Instituts ist kostenpflichtig, die Gebühren können der Homepage (www.zeitungsforschung.de) entnommen werden.
Für umfangreichere Recherchen vor Ort oder die Einsichtnahme von Nachlässen u.ä. wird eine Terminabsprache empfohlen.
Weil die Universitätsinstitute der Publizistik und Kommunikationswissenschaft und der angrenzenden Fachgebiete in den vergangenen Jahren die früher gegebene überregionale Funktion aus Gründen der Einsparung nicht mehr wahrnehmen können, sind dem Institut für Zeitungsforschung zusätzliche Aufgaben zugekommen, die sich in der verstärkten Nachfrage nach der Nutzung seiner Dienstleistungen ausdrücken. Hervorzuheben ist, dass die Sammlung des Instituts von wissenschaftlichen Mitarbeitern aufgebaut wurde und wird und die Erschließung der gesammelten Materialien durch Fachpersonal erfolgt. Auch die Beratung der Besucher des Instituts erfolgt durch Fachkräfte.
Das Institut für Zeitungsforschung beteiligt sich an Ausstellungen und Veröffentlichungen, gibt aber auch eine eigene Schriftenreihe unter dem Titel „Dortmunder Beiträge zur Zeitungsforschung“ heraus, die z.Z. 62 Bände umfasst. Zu erwähnen ist auch die im Institut entstandene Publikation „NS-Presseanweisungen der Vorkriegszeit“, herausgegeben von Hans Bohrmann und Gabriele Toepser-Ziegert, die den Zeitraum 1933-1939 abdeckt und in 7 Bänden mit Teilbänden vorliegt.
| Adresse: | Institut für Zeitungsforschung der Stadt
Dortmund Königswall 18 44122 Dortmund |
| Tel.: | 0231/50-23 221 |
| Fax: | 0231/50-26 018 |
| E-Mail: | dtoepser@stadtdo.de |
| Internet: | www.zeitungsforschung.de |
| Direktorin: | Dr. Gabriele Toepser-Ziegert |
| Stellvertreterin: | Anita Schröder |
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Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012. |