INSTITUT FÜR PFÄLZISCHE GESCHICHTE UND VOLKSKUNDE

Das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde ist aus der 1953 unter der Trägerschaft des Bezirksverbandes Pfalz gegründeten „Heimatstelle Pfalz“ hervorgegangen. Dieser „Höhere kommunalen Zweckverband“ ist die regionale, demokratisch verfasste Selbstverwaltungsorganisation aller pfälzischen Kreise und kreisfreien Städte. Der Bezirksverband Pfalz unterhält zahlreiche Einrichtungen und erfüllt damit überkommunale Aufgaben in den Bereichen Gesundheit, Kultur und Wissenschaft. Zu dem letztgenannten Bereich gehört das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, dessen Aufgabenbereich sich auf den Kulturraum der heutigen Pfalz und seiner unmittelbar angrenzenden Nachbargebiete erstreckt.

Das Institut gliedert sich in drei Abteilungen: Volkskunde/Migrationsforschung, Pfälzische Geschichte und Pfalzbibliothek.

Die anfängliche Beschränkung des Dienstauftrages auf die Forschungsschwerpunkte „Wanderungs- und Siedlungsgeschichte der Pfalz (Migrationsforschung)“ wurde im Einklang mit dem Ausbau des Hauses durch den Bezirksverband Pfalz schrittweise ausgeweitet. Im großen Rahmen widmet sich das Institut heute der Erforschung und Dokumentation pfälzischer Geschichte und Volkskunde im allgemeinen wie im speziellen und berät interessierte Laien, Wissenschaftler, Institutionen und Körperschaften, Gemeinden und Städte. Darüber hinaus fördert das Institut materiell und ideell regionalgeschichtliche Forschungsvorhaben (Dissertationen, Magister- und Diplomarbeiten)

Arbeitsschwerpunkte / Forschungsbereiche

Gemäß der organisatorischen Aufteilung haben sich für jede der drei Abteilungen eigene Arbeitsschwerpunkte und Forschungsbereiche ergeben.

Die Abteilung Volkskunde/Migrationsforschung untersucht auf breiter Basis Themen der pfälzischen Volkskunde und der pfälzischen Auswanderung nach Übersee und in Europa. Für diese Projekte kann auf umfangreiche Bestände an Auswandererakten in Original und Kopie, wanderungsgeschichtliche Karteien, Briefsammlungen, Nachlässe, Karten, Pläne und Stiche sowie auf umfangreiche Literaturbestände zurückgegriffen werden. Als Dauerleihgabe beherbergt das Institutsarchiv darüber hinaus das Galiziendeutsche Heimatarchiv. Für volkskundliche Aspekte unentbehrlich sind das von Ernst Christmann begonnene pfälzische Flurnamenarchiv und ein umfangreiches Bildarchiv. Zu den beiden wichtigsten Forschungsbereichen der Abteilung Volkskunde/Migrationsforschung haben sich die Publikation von Auswandererbriefen und die Hausforschung entwickelt.

Die Abteilung Pfälzische Geschichte befasst sich mit der Erforschung des pfälzischen Kulturraumes im allgemeinen. Als besondere Forschungsschwerpunkte haben sich die Untersuchung der Pfalz im Zweiten Weltkrieg und seines zeitlichen Umfeldes sowie die flächendeckende Behandlung der mittelalterlichen Befestigungsanlagen des pfälzisch-elsässischen Kulturraumes herausgebildet. Hervorzuheben ist dabei die Veröffentlichung des „Pfälzischen Burgenlexikons“, dessen erster Band (Buchstaben A-E) im Mai 1999 veröffentlicht werden konnte.

Die Abteilung Pfalzbibliothek (ca. 65.000 Bände) sammelt und verwaltet Literatur mit Pfalzbetreff sowie eingegliederte Buchbestände aus Nachlässen. Die Bibliothek ist dem nationalen und internationalen Fernleihverkehr angeschlossen und bietet Institut wie Öffentlichkeit einen problemlosen Zugriff auf wissenschaftliche und populäre Literatur.

Publikationen /Veranstaltungen

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden in einer Reihe von Publikationen veröffentlicht. Das Institut selbst publiziert neben Einzelveröffentlichungen ohne Reihenbindung vier verschiedene Reihen:

In gemeinsamer Herausgeberschaft mit dem Historischen Verein der Pfalz, Bezirksgruppe Kaiserslautern, erscheint als regelmäßiges Periodikum das Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern (zuletzt Bd. 36/37, 1998/99, zukünftig: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte), das ein Forum für Aufsätze mit regionalgeschichtlichem Bezug und Rezensionen landeskundlicher Literatur bietet.

Darüber hinaus veranstaltet das Institut Vortragsreihen, Tagungen und Ausstellungen zu Themen der einzelnen Forschungsbereiche. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Zu einer besonders wichtigen Plattform für Präsentation und Austausch von Forschungserkenntnissen mit Fachkollegen und der Öffentlichkeit hat sich dabei das Pfälzische Burgensymposion entwickelt, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Burgenvereinigung e.V. in regelmäßiger jährlicher Folge 1999 zum siebten Mal veranstaltet werden konnte.

Adresse: Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde
Benzinoring 6
67657 Kaiserslautern
Tel.: 0631/3647-303
Fax: 0631-3647-324
E-Mail: info@institut.bv-pfalz.de
Internet: www.pfalzgeschichte.de
Direktor: Dr. Theo Schwarzmüller

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