INSTITUT FÜR PERSONENGESCHICHTE

Das Institut für Personengeschichte ging aus der Sammlung des Genealogen Friedrich Wilhelm Euler in Bensheim (+ 1995) hervor. Eulers Forschungen selbst waren durch Vorarbeit und Mitarbeit an der Neuen Deutschen Biographie, München, entscheidend geprägt. Bis 1990 war die Grundlage der eingetragene Verein „Institut zur Erforschung historischer Führungsschichten“, welchen Namen auch das Institut trug. Über Spenden wurden die Mitarbeiter Eulers und der Aufbau einer umfangreichen Dokumentation finanziert. 1990 gründete der Verein eine Stiftung. Der Verein brachte sein gesamtes (Papier-)Vermögen in die Stiftung ein. Zugleich stiftete F.W. Euler seinen gesamten Nachlaß an Akten und Büchern. Die Stiftung wurde 1993 durch das Regierungspräsidium in Darmstadt anerkannt und unterhält seitdem das Institut. Im Jahr 1995 zog das Institut in neue Räume im Wasserwerk der Stadt Bensheim.

Seit 1963 führt das Institut gemeinsam mit der Ranke-Gesellschaft in Büdingen jährliche Tagungen zur Sozialgeschichte durch, deren Erträge in der Reihe Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit vorliegen (Boldt/Oldenbourg). Erster Vorsitzender des Instituts war Helmut Rößler. Seine und Eulers Absicht seit den 1960er Jahren war es, mit der Gründung eines genealogischen Forschungsinstituts alle bedeutenden und hervorgetretenen Persönlichkeiten des mitteleuropäischen Sprachraums biographisch und in ihrem sozialgeschichtlich-genealogischen Umfeld zu erfassen.

Das Institut möchte die Geschichte durch Einzelpersonen und die Geschichte von Einzelpersonen durch die Sammlung und Darstellung speziell genealogisch-familiengeschichtlicher Fakten und Darstellungen zugänglich machen. Besonderen Wert legt das Institut dabei auf die Sammlung und Aufarbeitung von Forschungsergebnissen der Laien-Familienforschung, familiengeschichtliche Nachlässe, die Dokumentation der genealogischen Forschung namhafter Familienforscher und der genealogischen Vereine. Umgekehrt steht das Institut diesen Forschern wie überhaupt der wissenschaftlichen Forschung zur Nutzung offen.

Als besondere Abteilungen bestehen neben der Bibliothek mit Zeitschriften und Firmengeschichten u.a. eine umfangreiche Sammlung an Ahnentafeln und eine Sammlung zu den ehemals regierenden Familien Europas. Sonderabteilungen umfassen auch einzelne Familien und Personen, zu denen auch Archivgut vorhanden ist. Die Bibliothek ist katalogisiert, genealogische Zeitschriften werden bibliographisch erfaßt („Der Schlüssel“, Degener Verlag, Neustadt/Aisch). Das Institut ist Herausgeber des Archivs für Familiengeschichtsforschung, C.A. Starke, Limburg/Lahn. Schwerpunkt der derzeitigen Forschung sind die Beamten in den Verwaltungen der Territorien des Deutschen Reiches und seiner zentralen Einrichtungen, wie Kanzler, Räte, Juristen insgesamt.

Adresse: Institut für Personengeschichte
Hauptstraße 65
64625 Bensheim
Tel.: 06251-62211
Fax: 06251-62271
E-Mail: Institut@Personengeschichte.de
Internet: http://www.Personengeschichte.de
Leiter: Prof. Dr. Volkhard Huth

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2013.
www.ahf-muenchen.de