Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. (IKGS) erforscht Geschichte, Literatur und Sprache der ostmittel- und südosteuropäischen deutschen Siedlungs- und Herkunftsgebiete in ihren unterschiedlichen historischen und regionalen Kontexten. In Kooperation mit Partnern aus deutschen und ostmitteleuropäischen Universitäten (Ungarn, der Slowakei, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Moldawien und der westlichen Ukraine) fördert das IKGS durch Initiierung von Forschungsprojekten und Durchführung von Fachveranstaltungen sowie Herausgabe von Publikationen den nationalen und internationalen wissenschaftlichen Diskurs.

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas wurde am 17.11.2001 als wissenschaftliche Forschungseinrichtung neu gegründet. Bis dahin stand das von der Bundesrepublik Deutschland nach § 96 BVFG institutionell geförderte IKGS in der Trägerschaft des Südostdeutschen Kulturwerks e. V., in dessen Rechte und Pflichten es am 06.08.2002 eintrat.

Zentrale Aufgabenfelder des Instituts sind die eigene wissenschaftliche Forschungstätigkeit der Mitarbeiter, deren national und international ausgerichtete Lehr- und Vortragstätigkeit sowie ein kompakt strukturiertes wissenschaftliches Serviceangebot mit Fachtagungen, Publikationen und Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten von Doktoranden und Absolventen.

Die vom IKGS betreuten Publikationen sind das Ergebnis von Fachtagungen mit internationaler Besetzung bzw. von in Kooperation mit Partnern an ostmittel- und südosteuropäischen Universitäten durchgeführten Fachveranstaltungen.

Das IKGS trägt mit einem breit gefächerten Angebot von Fachtagungen dazu bei, die Jahrzehnte lang geltenden nationalistischen Interpretationsverengungen in Südosteuropa mit ihren Kontakt- und Diskussionsverweigerungen aufzulockern.

Die Anbindung an die universitäre Forschung wird durch Lehraufträge der Wissenschaftlichen Mitarbeiter dokumentiert, die vor allem an den Universitäten in München, Bukarest und Cluj/Klausenburg und in Zukunft auch in Budapest abgehalten werden. Die Lehraufträge gelten als ein Bestandteil der Diensttätigkeit; sie stellen zugleich die Einheit von Lehre und Forschung sicher.

Sowohl an deutschen Germanistiklehrstühlen wie auch an jenen in Ostmitteleuropa liegen Potentiale für eine Kooperation mit dem IKGS. Diese Möglichkeiten nutzen die Wissenschaftlichen Mitarbeiter des IKGS vermehrt. Sie halten seit 2001 regelmäßig Lehr-, Blockvorlesungs- und Vortragsveranstaltungen an der LMU München und an den Universitäten in Bukarest, Budapest und Klausenburg ab.

Der Verlag (bis 2002 des Südostdeutschen Kulturwerks) hat in fünf Schriftenreihen knapp über 200 Buchtitel verlegt. Die Reihe B (Wissenschaftliche Arbeiten) hatte mit rund 90 Titel einen deutlichen Vorsprung. Drei Schriftenreihen (C, D und E) wurden 2001 eingestellt. Die beiden anderen Reihen werden - mit neuer Benennung - in den IKGS-Verlag des Instituts eingehen. Es wird hinfort je eine Reihe für die beiden Wissenschaftsbereiche Germanistik und Geschichte geben.

Die von rund 700 Abonnenten bezogene Kulturzeitschrift Südostdeutsche Vierteljahresblätter (Auflage 1000) erscheint seit 1952. Sie diente anfänglich der Verbreitung von Kenntnissen über Kultur, Geschichte, Literatur und Kunst der Deutschen aus Südosteuropa in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich. Im Laufe ihres langjährigen Erscheinens machte die Quartalsschrift - ohne ihre ursprünglichen Zielsetzungen aufzugeben - einschneidende Wandlungen durch und entwickelte sich zu einem kulturellen Publikationsorgan mit erkennbar eigenem Profil. Der grenzüberschreitende Dialog ist vor allem nach der Wende 1989/90 zum Markenzeichen der Südostdeutschen Vierteljahresblätter geworden, die nach der Öffnung des ‚Eisernen Vorhangs’ auch in Ostmittel- und Südosteuropa ein interessiertes Leserpublikum gefunden haben und aus diesen Gebieten zahlreiche Mitarbeiter, vor allem Germanisten, gewinnen konnten.

Durch seine Mitarbeiter, seinen Verlag, die Kulturzeitschrift Südostdeutsche Vierteljahres­blätter sowie durch seine Bibliothek und sein Archiv ist das IKGS eine wichtige Kontaktstelle und ein Ort kultureller Wirksamkeit für diesen Raum.

Adresse:

Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V.
an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Halskestraße 15
81379 München

Tel.: 089-780609-0
Fax: 089-780609-22
E-Mail: ikgs@ikgs.de
Internet: www.ikgs.de
Direktor: Prof. h.c. Dr. Stefan Sienerth
Vorstandsmitglieder: Prof. h.c. Dr. Peter Motzan; 
Prof. Dr. Thomas Krefeld; 
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Anton Schwob

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