Die Historische Kommission des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler wurde 1876 auf Antrag des Verlegers Eduard Brockhaus in Leipzig gegründet. Im Dritten Reich wurde sie wie alle anderen Organisationen des Buchhandels aufgelöst; im geteilten Deutschland nach dem Kriege gleich zweimal wieder gegründet, 1953 in Frankfurt und 1958 in Leipzig. Nach der Wiedervereinigung 1989 fusionierten die beiden Börsenvereine und 1991 auch die beiden Historischen Kommissionen.
Die Historische Kommission ist ein Ausschuß des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. wie z.B. der Verleger- und Sortimenterausschuß. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern des Buchhandels und der Wissenschaft. Die Besetzung der ordentlichen Mitglieder wechselt turnusmäßig alle drei Jahre. Für den Vorstand ist jeweils ein Mitglied abgeordnet. Die Korrespondierenden Mitglieder sind dem Turnus nicht unterworfen.
Der Schwerpunkt der Arbeit der Kommission liegt auf der Förderung der buch- und buchhandelsgeschichtlichen Forschung. Sie regt Forschung durch ihre ordentlichen und korrespondierenden Mitglieder an, so z.B. das heutige DFG-Projekt „Inventar archivalischer Quellen zur Geschichte des deutschen Buchhandels und Verlagswesens im 19. und 20. Jahrhundert“. Dieses ist aus internen Diskussionen in der Kommission und ersten Probeläufen hervorgegangen.
Das wichtigste Projekt der Kommission ist die Fortschreibung der Geschichte des deutschen Buchhandels von Friedrich Kapp und Johann Goldfriedrich, die zwischen 1886 und 1913 im Auftrage des Börsenvereins erschien. Das Projekt der Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert wird voraussichtlich fünf Bände umfassen: Band 1: Kaiserreich, Band 2: Weimarer Republik, Band 3: Drittes Reich, Band 4: DDR und Band 5: Bundesrepublik.
Die Historische Kommission gibt zwei Publikationen heraus: das zweimal jährlich erscheinende Archiv für Geschichte des Buchwesens, ein wissenschaftliches Organ mit umfangreicheren Arbeiten oder Quelleneditionen zur Geschichte des Buches, seiner Herstellung, seiner Verbreitung und Rezeption vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Von umfangreicheren Titeln werden auch Separatausgaben veranstaltet. Viermal jährlich erscheint der Beihefter zum Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, die Zeitschrift Buchhandelsgeschichte mit Aufsätzen, Berichten und Rezensionen zur Geschichte des Buches und dem sozialen Umfeld. Die Zeitschrift ist auch separat beziehbar.
| Adresse: | Historische Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. c/o Archiv für Geschichte des Buchwesens Großer Hirschgraben 17-21 60311 Frankfurt am Main |
| Tel.: | 069-1306-287 |
| Fax: | 069-1306-382 |
| E-Mail: | a.m.estermann@t-online.de |
| Internet: | http://www.boersenverein.de |
| Vorsitzender: | Prof. Dr.h.c. Klaus G. Saur |
| Stellvertreter: | Prof. Dr. Reinhard Wittmann |
| Schriftführerin: | Dr. Monika Estermann |
[Zum Seitenanfang] [Zurück] [Mitgliederverzeichnis] [Startseite]
|
© |
Arbeitsgemeinschaft historischer
Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012. |