Die Herzog August Bibliothek ist eine Quellensammlung zur europäischen Buchgeschichte vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart. Sie zählt ca. 850.000 Bände. Darunter befinden sich ca. 415.000 Drucke vor 1850: ca. 3.500 Inkunabeln, 75.000 Drucke des 16. Jahrhunderts, 150.000 Drucke des 17. Jahrhunderts, 120.000 Drucke des 18. Jahrhunderts.
Die Herzog August Bibliothek ist eine niedersächsische Landesbibliothek und gleichzeitig eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Sie ist nicht rechtsfähig.
Die Herzog August Bibliothek ist eine Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte, ihre Forschungen beziehen sich vorzüglich auf den Zeitraum der frühen Neuzeit mit Schwerpunkt auf das 17. Jahrhundert. Neben bibliothekarisch eigenen Projekten führt die Bibliothek ein umfangreiches Programm wissenschaftlicher Veranstaltungen durch, die sich zusammensetzen aus jährlich:
Darüber hinaus gewährt die Bibliothek Hochschullehrern mit ihren Studenten für zwei bis drei Tage Gastrecht, damit diese mit den Beständen der Herzog August Bibliothek arbeiten können (Gastseminare).
Die Arbeitskreise der Herzog August Bibliothek (Mediävistischer Arbeitskreis, Wolfenbütteler Arbeitskreis für Renaissanceforschung, Wolfenbütteler Arbeitskreis für Barockforschung, Wolfenbütteler Arbeitskreis für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte) veranstalten ebenso regelmäßig stattfindende wissenschaftliche Tagungen. Diese werden in der Regel in den Schriftenreihen der Herzog August Bibliothek veröffentlicht, in denen auch die Symposien und Arbeitsgespräche publiziert werden können.
Der Akzent auf diesen Forschungen ist der Versuch, historische Disziplinen bei diesen Treffen zu vereinen, die im normalen Universitätsleben nur schwer zusammenkommen. Die historischen Forschungen erstrecken sich auf alle Gebiete, einschließlich der Geschichte der Naturwissenschaften und der Wissenschaftsgeschichte.
Die Herzog August Bibliothek unterhält ein internationales und interdisziplinäres Stipendienprogramm, das jährlich ca. 50 post-doc Stipendien vergibt. Die private Dr. Günther Findel-Stiftung und die Rolf und Ursula-Schneider-Stiftung fördern jährlich ca. zwölf Stipendien für Doktoranden, die die Bestände der Herzog August Bibliothek für einen Teil ihrer Dissertationsarbeit benötigen. Für Stipendiaten besteht Residenzpflicht. Eine Reihe kleinerer Programme fördert andere Schwerpunkte, z.B. Stipendien für Mittel- und Osteuropa. Zur Unterbringung der Stipendiaten und Gäste unterhält die Freundesgesellschaft der Bibliothek zwei Gästehäuser.
Reihen, Zeitschriften:
| Adresse: | Herzog August Bibliothek Postfach 1364 38299 Wolfenbüttel |
| Tel.: | 05331-808-100 |
| Fax: | 05331-808-134 |
| E-Mail: | schmidt-gl@hab.de |
| Internet: | http://www.hab.de/ |
| Direktor: | Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer |
| Stellvertreter: | Dr. Werner Arnold |
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Arbeitsgemeinschaft historischer
Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012. |