HERDER-INSTITUT e.V.

Das Institut wurde 1950 durch den im selben Jahr konstituierten J.G. Herder-Forschungsrat e.V. gegründet, der sich als akademieähnliche Vereinigung von Geistes- und Sozialwissenschaftlern zur Aufgabe gemacht hatte, Forschung über die historischen deutschen Ostgebiete und das östliche Mitteleuropa zu fördern und selbst durchzuführen. Seit 1977 erfolgte die Finanzierung des Forschungsrates im Rahmen der gemeinsamen Forschungsförderung durch den Bund und das Sitzland Hessen. Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates erhielt das Institut 1994 eigene Rechtsfähigkeit und wurde als Serviceeinrichtung für die Forschung in die direkte Förderung durch den Bund und alle Bundesländer übernommen.

Die Aufgabe des Instituts ist es hiernach, mit seinen Sammlungen und als Forum der wissenschaftlichen Diskussion die Erforschung der Länder und Völker des östlichen Mitteleuropa in europäischen Bezügen zu unterstützen. Das Arbeitsgebiet umfaßt - unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der historischen deutschen Ostgebiete und der deutschen Siedlungsgebiete in Ostmitteleuropa - die Länder Polen, Tschechien, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen, fallweise auch Weißrußland, die Ukraine und Ungarn. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben unterhält das Institut eine Bibliothek, ein Bildarchiv sowie eine Karten- und eine Dokumentesammlung und betreibt auch eigene Forschung. Das Herder-Institut bearbeitet und publiziert historische Quellen und Bibliographien und gibt wissenschaftliche Reihen und Zeitschriften heraus. Es regt als ein Forum für die internationale historische Ostmitteleuropaforschung den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaftlern des In- und Auslandes an, führt wissenschaftliche Veranstaltungen durch und vergibt Stipendien. Es fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs auf seinem Arbeitsgebiet. Das Herder-Institut arbeitet mit Einrichtungen des In- und Auslandes zusammen, die im Bereich seiner Aufgabengebiete tätig sind.

Mitglieder des Trägervereins können juristische Personen und Vereinigungen ohne Rechtsfähigkeit sein, die auf dem Arbeitsgebiet des Herder-Instituts wissenschaftlich arbeiten, derzeit sind dies neben dem Forschungsrat und den oben erwähnten Historischen Kommissionen die Philipps-Universität Marburg, das Collegium Carolinum München, das Deutsche Historische Institut Warschau, das Osteuropa-Institut München, das Nordost-Institut Lüneburg, das Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam, die Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek Herne, das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. Leipzig, das Simon-Dubnow-Institut Leipzig und das Institut für Zeitgeschichte München. - Das Institut hat einen dreiköpfigen Vorstand, ein aus je zwei Vertretern des Bundes und der Länder sowie Vertretern des Vereins, des GWZO Leipzig und der Justus-Liebig-Universität Gießen zusammengesetztes Kuratorium und einen siebenköpfigen wissenschaftlichen Beirat von in- und ausländischen Wissenschaftlern.

Die Sammlungen des Instituts umfassen:

Zu den Veröffentlichungen des Institutes gehören unter anderem folgende Zeitschriften und Reihen:

Adresse: Herder-Institut e.V.
Gisonenweg 5-7
35037 Marburg
Tel.: 06421-184-0
Fax: 06421-184-139
E-Mail: mail@herder-institut.de
Internet: http://www.herder-institut.de
Direktor: Prof. Dr. Peter Haslinger

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012.
www.ahf-muenchen.de