Die Deutsche Gesellschaft für Polizeigeschichte wurde 1989 in der Polizei-Führungsakademie in Münster/Westf. gegründet. Sie ist eine überregionale und unabhängige Vereinigung, die sich mit der Geschichte der Polizei im In- und Ausland in vielfältiger Weise beschäftigt. Ziel der Bestrebungen ist es, alle an der Polizeigeschichte Interessierten zusammenzuführen – Geschichtswissenschaftler ebenso wie Amateurhistoriker, behördliche Sammlungen und Museen wie private Sammler, an der historischen Entwicklung ihres Berufes interessierte Polizeiangehörige wie auch Bürger, die mehr über die Geschichte der Polizei erfahren möchten. Nicht zuletzt will die Gesellschaft dazu beitragen, das historische Bewußtsein in der Polizei zu wecken und zu fördern und die Erkenntnisse der historischen Forschung in die Polizei hineinzutragen.
Der Verein zählt mittlerweile über 370 Mitglieder in allen Teilen Deutschlands und im Ausland. Eine Mitgliederliste mit den speziellen Interessen der Vereinsmitglieder wird jährlich herausgegeben und je nach Bedarf zwischenzeitlich durch Nachträge aktualisiert.
Dreimal jährlich werden Rundbriefe als interne Mitgliederinformationen erstellt. Sie enthalten aktuelle Mitteilungen über die Entwicklung der Gesellschaft, geben Veranstaltungshinweise und bieten die Möglichkeit, Projekte vorzustellen oder sich mit speziellen Fragestellungen an den Kreis der Mitglieder zu wenden. In den Rundbriefen finden die Mitglieder jeweils auch eine Übersicht über aktuelle Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen mit polizeigeschichtlicher Relevanz.
In den bisher eingerichteten vier Arbeitskreisen „Bahnpolizei“, „Wasserschutzpolizei“, „Polizeiwaffen“ und „Polizeigeschichtliche Sammlungen“ werden spezielle Themen angesprochen und aufbereitet.
Der bahnpolizeiliche Arbeitskreis widmet sich derzeit insbesondere der Geschichte der Transportpolizei der DDR. Der Arbeitskreis „Wasserschutzpolizei“ konnte im November 1996 das Buch „Die deutschen Wasserschutzpolizeien - Geschichte und Gegenwart“ vorlegen, das demnächst in zweiter Auflage erscheinen wird. Im Arbeitskreis der Polizeigeschichtlichen Sammlungen finden sich behördliche und private polizeihistorische Sammlungen aus allen Teilen der Bundesrepublik in jährlichen Sitzungen zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen.
Seit 1990 findet die von der Gesellschaft getragene Münsteraner Tagung zur Polizeigeschichte statt, die den Kontakt zu Wissenschaftlern herstellt, die sich in Forschung und Lehre mit polizeigeschichtlichen Themen befassen.
Dreimal im Jahr erscheint die von der Gesellschaft herausgegebene polizeihistorische Fachzeitschrift „Archiv für Polizeigeschichte“ (Verlag Schmidt-Römhild, Lübeck). Der Bezug der Zeitschrift ist für Mitglieder im Jahresbeitrag enthalten. Das „Archiv für Polizeigeschichte“ findet sich auch in den Büchereien zahlreicher Polizeibehörden und -einrichtungen und einer Reihe öffentlicher Bibliotheken.
Von der Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte sind bisher fünf Bände erschienen. Weitere Bände sind in Vorbereitung.
Jeweils im November findet das Jahrestreffen der Gesellschaft in Form einer Wochenendtagung statt, auf der die Mitgliederversammlung mit Fachvorträgen und Besichtigungen verbunden wird.
| Adresse: | Deutsche Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V. c/o Michael Haunschild Am Lindenhofe 6 30519 Hannover |
| Tel.: | 0511-109-2021 (dstl.), 0511-842265 (priv.) |
| Fax: | 0511-109-1010 (dstl.), 01212-510977136 (priv.) |
| E-Mail: | vorsitzender@polizeigeschichte.org |
| Internet: | www.polizeigeschichte.de |
| Vorsitzender: | Michael Haunschild |
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Arbeitsgemeinschaft historischer
Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012. |