Archiv der sozialen Demokratie in der Friedrich-Ebert-Stiftung

Archiv der sozialen Demokratie
Das Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) der Friedrich-Ebert-Stiftung sichert, erhält, wertet aus und präsentiert das ungedruckte Gedächtnis von Sozialdemokratie und Gewerkschaften. Umfangreiche Archivbestände von hohem inhaltlichen Wert zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, zu Neuen sozialen Bewegungen sowie zur Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und Europas werden nutzungsorientiert aufbereitet. Die Akten sind online recherchierbar und werden der Öffentlichkeit im Lesesaal zugänglich gemacht. Die eng mit dem AdsD kooperierende Bibliothek versammelt als eine der weltweit größten Spezialbibliotheken wissenschaftliche und graue Literatur zu allen Bereichen der Sozial- und politischen Gesellschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit öffentlichen Veranstaltungen, Publikationen und Ausstellungen zu historischen Themen von aktueller Bedeutung leistet das Archiv der sozialen Demokratie einen Beitrag zur politischen Bildung im Kontext zeitgeschichtlicher Forschung.

Bestände und Sammlungen
Im Archiv der sozialen Demokratie werden die Akten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) sowie ihrer Vorläufer- und Umfeldorganisationen, wie zum Beispiel der Arbeiterwohlfahrt, gesammelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Überlieferung der deutschen und internationalen Gewerkschaftsbewegung. Ergänzt werden diese Organisationsbestände durch zahlreiche Nachlässe und Deposita, sowohl von Persönlichkeiten aus Sozialdemokratie und Gewerkschaften als auch von weiteren Akteuren des wissenschaftlichen und öffentlichen Lebens. Zudem befinden sich Akten anderer Parteien, Organisationen und Bewegungen, unter anderem der Gesamtdeutschen Volkspartei und der Friedensbewegungen der 1970er/80er Jahre, in den Beständen des Archivs.

Besonders hervorzuheben sind darüber hinaus die reichhaltigen audiovisuellen Sammlungen mit ihren Flugblättern, Plakaten, Filmen und Fotos, die größtenteils online zur Verfügung stehen. Sie bilden insbesondere mit dem Jupp-Darchinger-Archiv die politische Geschichte der Bundesrepublik visuell ab.

Public History
An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft beteiligt sich das Archiv der sozialen Demokratie an fachlichen Debatten und öffentlichen Diskussionen über historische Ereignisse, Strukturen, Personen und Prozesse, die für die Gegenwart von Bedeutung sind. Auf diese Weise wird an die historischen Leistungen von Sozialdemokratie und Gewerkschaften in zeitgemäßer Form erinnert. Verschiedene Formate der historisch-politischen Bildung zeigen die Wurzeln der sozialen Demokratie auf und tragen dazu bei, ihre Identität in heutigen Diskussionszusammenhängen zu stärken.

Das seit 1961 jährlich erscheinende Archiv für Sozialgeschichte greift als international anerkannte Zeitschrift ebenfalls gegenwartsrelevante Fragestellungen auf, um ihnen historische Tiefenschärfe zu verleihen. Im Internet ist es mit Ausnahme der letzten drei Jahrgänge als Volltext abrufbar. Zudem bieten vom AdsD organisierte Konferenzen und Workshops etablierten wie jüngeren Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern eine Diskussionsplattform und die Möglichkeit, für eine breitere Öffentlichkeit geschichtswissenschaftliche Impulse zu setzen.

Adresse: Archiv der sozialen Demokratie in der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
Godesberger Allee 149
53175 Bonn
Tel.: 0228/883-8026
Fax: 0228-883-9209
Email: anja.kruke@fes.de
Internet: www.fes.de/archiv/adsd_neu/
Leiterin: Dr. Anja Kruke
Vertreter bei der AHF: Dr. Meik Woyke
Email: meik.woyke@fes.de 

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Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland e.V., 2012.
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